Gemeinde saniert drei Fußballfelder von Grund auf – Neues Gerät für den Rasenschnitt geleast

Sportplätze werden aufgemöbelt

Neues Arbeitsgerät: Alexander Eckel vom Baubetriebshof mit dem neuen Traktor mit Knicklenkung und flächenschonendem Mähwerk. Fotos: Schräer

Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal ist hoch verschuldet und muss als Schutzschirm-Kommune ihre Ausgaben reduzieren. Dies trifft auch die Fuldataler Vereine, die weniger Zuschüsse bekommen. Trotz angespannter Situation wolle die Kommune die Vereine aber auch unterstützen, betont Bürgermeister Karsten Schreiber (CDU). Zum Beispiel durch eine Sanierung schlechter Sportplätze.

Drei Rasenflächen in Ihringshausen (an der Eichhecke), in Simmershausen und Rothwesten wurden in diesem Jahr „grundlegend instand gesetzt“. Andere Spielstätten von Fußballmannschaften sollen 2015 folgen, sagt der Bürgermeister.

Dabei sei eine kostengünstigere Variante gewählt worden. Denn ein komplett neuer Fußballplatz, der abgefräst, planiert und mit Rollrasen ausgelegt werden müsste, hätte 250 000 Euro gekostet. „Daher haben wir uns für eine Revitalisierung entschieden“, sagt Schreiber. So gab die Gemeinde für drei Plätze insgesamt 36 767 Euro aus.

Die Spielflächen erweckte eine Fachfirma aus Baunatal zu neuem Leben. Sie bohrte mit einer Spezialmaschine kleine Löcher in den Rasen, fräste Schlitze in den Boden und verfüllte diese mit Sand, Samen und Substrat. Derzeit müssen die Flächen ruhen, damit das Gras sich entwickeln kann, insgesamt acht bis zehn Wochen. All dies geschah in Absprache mit den Sportvereinen wie auch das weitere Vorgehen, sagt Schreiber.

Denn die Vereine übernehmen einen Teil der Pflegearbeiten. Zum Beispiel das Wässern des Rasens. Hierzu schaffte die Kommune laut Bürgermeister für zwei Plätze Bewässerungssysteme an für jeweils 1800 Euro, die die Arbeit erleichtern. Jetzt fährt zum Beispiel in Rothwesten ein kleiner Wagen mit einem Sprenger selbstständig über den Platz (Artikel unten). Auch sollen Rasenmäher angeschafft werden, damit die Platzwarte Randbereiche kurz halten.

Um die großen Bereiche wie die Spielfläche „kümmern wir uns weiterhin“, betont der Bürgermeister. Dafür wurde ein spezieller Traktor (Anschaffungspreis 81 500 Euro) geleast für 1085 Euro im Monat. Er hat eine spezielle rasenschonende Bereifung: breit, mit wenig Profil. Das spezielle Mähwerk kaufte die Gemeinde für 28 000 Euro.

„Der Rasenschnitt wird automatisch in einen Auffangbehälter gesaugt“, sagt Alexander Eckel vom Baubetriebshof der Gemeinde, der den Traktor fährt. Allerdings müsse der Behälter jetzt in der Wachstumsphase pro Fußballplatz viermal geleert werden. Der Rasenschnitt wird per Hydraulik abgekippt. 60 bis 75 Minuten braucht Eckel zum Mähen eines Platzes.

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Von Michael Schräer

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