Sportplatz-Rettung: Zeit fürs Mähen sammeln

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Protest: Bereits zu Beginn der Sommerferien versammelten sich Kinder und Erwachsene aus dem Ort, um ihren Unmut über die mögliche Schließung der Sportanlage zu äußern.

Schauenburg. Die Zukunft des Sportplatzes in Martinhagen bleibt ungewiss. Der Sparvorschlag des Gemeindevorstandes, den Platz zu schließen und möglicherweise als Bauland zu verkaufen, wird im Ort heftig diskutiert.

„Wo sollen unsere Jugendlichen Fußball spielen? Etwa auf der Straße“, fragt Manfred Rangk, Vorsitzender der Kulturvereinigung Martinhagen. Diese hatte in den vergangenen Wochen den Protest der Bürger gegen die Schließungspläne gebündelt. Ohne den Sportplatz, sagt Rangk, habe der Ort außerdem keinen Festplatz mehr. Die Kulturvereinigung hat eine Idee zur Rettung entwickelt: Die Bürger sollen die Gemeinde durch Pflege anderer Flächen entlasten.

„Wo sollen unsere Jugendlichen Fußball spielen? Etwa auf der Straße?“

So könnte der Platz für Martinhagen erhalten werden. Rangk spricht von einem Zeitkonto. Durch die Pflege kleinerer Grünflächen könnten die Bürger quasi Stunden sammeln.

Diese setzt der Bauhof, der damit weniger Aufwand hat, dann für das Mähen des Sportplatzrasens ein. „Wenn die eine Stunde brauchen, brauchen wir auch eine Stunde“, sagt der Vorsitzende. Die Martinhagener seien bereit, dies zu erfüllen.

Parlament entscheidet

1000 bis 2000 Euro will die Gemeinde pro Jahr durch die Aufgabe des Platzes sparen. Die endgültige Entscheidung über diesen Punkt im Konsolidierungskonzept zum Haushalt trifft die Gemeindevertretung.

Von Sven Kühling

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