Junge hatte sich in Polizeirevier verletzt

Spritzen-Unfall im Polizeirevier: Noch  kein Ergebnis

Kaufungen/Kassel. Rund fünf Wochen ist es nun her, dass sich ein Junge aus Kaufungen im Polizeirevier Ost in Kassel-Bettenhausen an einer benutzten Spritze verletzte.

Ob sich der Vierjährige dabei infiziert hat, ist noch nicht geklärt. Das Ergebnis der Untersuchungen liege noch nicht vor, sagte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch auf HNA-Anfrage.

Wie berichtet, hatte der Junge Mitte Juni in einem Vernehmungszimmer des Reviers in einen Behälter mit benutzten Spritzen gegriffen und sich an einer der Kanülen einen Finger aufgerissen. Der Behälter hatte offen zugänglich in einem Regal gestanden. Die Eltern fürchten nun, dass sich das Kind mit Infektionskrankheiten wie Aids und Hepatitis angesteckt hat. Sie haben Strafanzeige erstattet.

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Der Staatsanwaltschaft Kassel liegen nach Auskunft ihres Sprechers Dr. Götz Wied in dem Fall bislang noch keine Untersuchungsergebnisse der Polizei vor.

Polizeipräsident Eckhard Sauer hatte nach dem Vorfall in einem Brief an die Eltern sein Bedauern ausgedrückt und ihnen erfahrene Beamte als Ansprechpartner zur Seite gestellt. Als Konsequenz aus den Fall hat Sauer angeordnet, dass die Spritzenbehälter fortan unter Verschluss gehalten werden müssen. (ket)

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