Staatstheater-Intendant bittet Gemeinden um finanzielle Unterstützung

Kreis Kassel. Um die Gastgeber nicht zu verprellen, wählte Thomas Bockelmann eine vorsichtige Formulierung. Er würde sich freuen, wenn die Umlandgemeinden sich mit „kleinen finanziellen Zuwendungen“ an der Finanzierung der Kultureinrichtung beteiligen würden.

Hinter der vorsichtig vorgetragenen Bitte des Intendanten des Staatstheaters Kassel beim Neujahrsempfang der Gemeinde Lohfelden steht ein handfester Disput zwischen der Stadt Kassel und den Kommunen im Landkreis, der seit Jahren besteht.

In Kassel kritisiert man vehement, dass die Menschen aus dem Umland zwar das Angebot des Dreispartenhauses gern nutzen, die 29 Städte und Gemeinden im Landkreis Kassel aber keinen nennenswerten Beitrag zur Finanzierung des Staatstheaters leisten.

Nach dem geltenden Vertrag trägt das Land Hessen 52 Prozent des Theater-Etats, die restlichen 48 Prozent muss die Stadt Kassel stemmen. Nach Auskunft von Kämmerer Dr. Jürgen Barthel (SPD) werden im laufenden Jahr 15 Millionen Euro fällig.

Anders als Bockelmann redet Barthel in Sachen Theaterfinanzierung Tacheles und spart nicht an Kritik. Die Kommunen im Landkreis hätten sich „immer geweigert“, sich zu beteiligen, es gebe „keinerlei Bereitschaft“, beim Theater an einem Strang zu ziehen. Dies sei auch deshalb ein Ärgernis, weil sie mit den kulturellen Einrichtungen in Kassel um Einwohner würben.

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Von Peter Ketteritzsch

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