Musikschule zieht positive Bilanz - Im Herbst starten Vorbereitungen für Jubiläum

Stabile Basis für Chroma

Musikschule zeigt mit Auftritten Flagge: Wie hier der Chroma-Chor in der Kirche Niedervellmar, präsentieren sich auch die übrigen Ensembles gern der Öffentlichkeit. 2010 waren es allein 77 Auftritte und Veranstaltungen. Archivfoto:  Dilling

Vellmar. Über 1000 Musizierende, Sänger und Tänzer bekamen vergangenes Jahr Unterricht bei der Chroma, der von den Gemeinden Ahnatal und Fuldatal sowie der Stadt Vellmar mitgetragenen Schule für Musik und Tanz. Bei 77 Veranstaltungen stellten sie vor 9500 Besuchern ihr Können unter Beweis: „Es war ein sehr erfolgreiches Jahr“, sagt der Vorsitzende des Trägervereins, Rudolf Cerny, der zu den Gründern der Schule gehört.

Die Schule kann ab dem Herbst mit Optimismus die Feier zu ihrem 25-jährigen Bestehen vorbereiten. Denn nicht nur die Schülerzahlen sind seit Jahren stabil. Auch die Finanzierung steht auf sicheren Füßen: Der Mix aus Zuschüssen der beteiligten Kommunen, Unterrichtsgebühren und Spenden funktioniere, meint der Vorsitzende, der jetzt in der Jahreshauptversammlung genauso wie sein Stellvertreter Werner Hüner, der Schatzmeister Günter Jacob, Schriftführer Stephan George und der erweiterte Vorstand wiedergewählt wurde.

Vertrag sichert Finanzierung

Planungssicherheit gibt ein vor fünf Jahren geschlossener Vertrag zwischen der Musikschule und den Kommunen, der sich laut Cerny 2010 stillschweigend verlängert hat: Danach beteiligen sich die Gemeinden und Vellmar mit einem festen Schlüssel an den Kosten, weil die Ausgaben von Chroma längst nicht durch die Unterrichtsgebühren gedeckt werden: Der Etat von 820 000 Euro wurde nur zu rund zwei Dritteln aus den Entgelten bestritten. 20 000 Euro kamen laut Cerny an Spenden herein. Den Rest steuerten die Kommunen bei.

Die Schule würde gern weitere Kinder für das Musizieren begeistern. Doch die Hürden dafür sind hoch. Cerny ist skeptisch, ob das im April eingeführte Bildungspaket des Bundes für benachteiligte Familien für mehr Zulauf sorgt. Denn mit den dort vorgesehenen zehn Euro pro Monat für ein Kind könne eine Musikausbildung nicht finanziert werden. Da seien viele technische Fragen offen, vielleicht könne man aber einen Gruppenunterricht organisieren, sagt der Vorsitzende. Noch wünschenswerter sei, die musikalische Früherziehung von Chroma in den Kindergärten allen Mädchen und Jungen anzubieten. Dafür fehle es den drei Kommunen aber leider am Geld. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht die Musikschule schon jetzt, auch Kindern aus benachteiligten Familien das Erlernen eines Instruments zu ermöglichen: Über 400 Schüler mussten 2010 nur eine ermäßigte Gebühr zahlen.

Dieses Jahr stehen 18 größere Veranstaltungen auf dem Programm der Musikschule. Zu den Höhepunkten zählen die Aufführung des Musicals „Ein kleines Huhn fliegt um die Welt“ am 18. und 19. Juni in der Gesamtschule Ahnatal in Vellmar (ab 15 Uhr) und der Besuch von Musikschülern aus Ungarn vom 17. bis 24. Juni.

Von Peter Dilling

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