Baunatal bezieht ab 1. Januar umweltfreundlich erzeugte Energie von fränkischer Lohr-Karlstadt GmbH

Stadt Baunatal: 150.000 Euro mehr für Strom

Neuer Stromlieferant: Baunatals Straßenbeleuchtung wird bald von der Lohr-Karlstadt GmbH versorgt. Archivfoto: Kühling

Baunatal. Der Strom für die Baunataler Straßenlaternen, die Kindergärten, für Rathaus und Stadthalle kommt künftig aus Franken. Die Stadt Baunatal gab jetzt den Zuschlag für die Lieferung von 100 Prozent Ökostrom für die kommunalen Einrichtungen ab 1. Januar an die Lohr-Karlstadt Gmbh, berichtet Erste Stadträtin Silke Engler.

Bisher bezog die VW-Stadt die Energie vom regionalen Versorger Eon Mitte.

Der Umstieg komplett auf Ökostrom wird wohl für die VW-Stadt ein gutes Stück teurer. 150.000 Euro mehr müsse die Stadt 2013 aufbringen, erläutert die Vizebürgermeisterin. Allerdings ergebe sich die Preissteigerung nicht allein durch die Umstellung auf grüne Energie.

Mehrere Faktoren spielten in den Berechnungen eine Rolle. Auch allgemeine Änderungen bei den Strompreisen sowie Änderungen bei der Umlage für das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) spielten eine Rolle. Das treffe nicht nur die Stadt Baunatal, das werde sich auf alle Abnehmer auswirken.

Vier Bewerber gab es auf die europaweite Ausschreibung der VW-Stadt. Neben der Lohr-Karlstadt GmbH waren laut Engler Eon, die Städtischen Werke Kassel und die Stadtwerke Wolfhagen im Rennen. Doch der Versorger aus Franken habe das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Die Stadt sei nach den Vergaberichtlinien verpflichtet, dieses anzunehmen.

Der neue Vertrag läuft bis 2015. Eine Option bestehe für zwei weitere Jahre, so die Vizebürgermeisterin. Die Lohr-Karlstadt GmbH gehört zu 51 Prozent den Städten Karlstadt, Lohr und der Gemeinde Veitshöchheim, zu 49 Prozent dem Energieunternehmen Thüga in München. Laut Engler bietet die Gesellschaft Ökostrom der ersten Stufe an. Das heißt, die grüne Energie werde nicht unbedingt von Lohr-Karlstadt selbst erzeugt, sondern auch von anderen Anbietern angekauft.

Sieben Millionen Kilowattstunden elektrische Energie verbraucht die Stadt Baunatal pro Jahr für ihre Gebäude und die Straßenbeleuchtung. 1,3 Mio. Euro habe die Kommune bisher dafür aufwenden müssen, erläutert Engler.

Schon 2004 ausgeschrieben

Schon 2004 hatte Baunatal die Versorgung öffentlich ausgeschrieben. Leider habe das damals nicht den erhofften Einspareffekt gebracht, berichtete die Erste Stadträtin kürzlich im Stadtparlament. Seither seien immer die marktgerechten Angebote von Eon genommen worden.

Von Sven Kühling

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