Stadt Baunatal übernimmt Betreuung von Kindern in drei Grundschulen

Viele Eltern wünschen sich Ganztagsangebote in der Grundschule: In drei Baunataler Einrichtungen bietet die Stadt nun zwei Betreuungsmodelle an. Das Bild entstand in der Grundschule „Anne Frank“ in Themar (Landkreis Hildburghausen). Archivfoto: dpa

Baunatal. Neue Variante für berufstätige Eltern bei der Kinderbetreuung: Die Stadt Baunatal bietet künftig in Eigenregie die Betreuung von Grundschulkindern nach dem Unterricht bis maximal 17 Uhr an. Damit schafft die VW-Stadt quasi ein eigenes Modell nahe an der Ganztagsschule.

Bisher organisierte der Landkreis als Schulträger die gesetzlich geforderte Betreuung von Grundschulkindern nach dem Unterricht von 11 bis 13.30 Uhr. An diesem Angebot, das bei der Stadt Baunatal jetzt unter dem Namen „Modell 1“ läuft, ändere sich wenig, erläutert Rahel Krause, Fachbereichsleiterin im Baunataler Rathaus. Es bleibe bei den monatlichen Kosten für die Eltern von 21 Euro. Die bisherigen Betreuer der kreiseigenen Beschäftigungsgesellschaft Agil werden noch von pädagogischen Kräften der Stadt Baunatal ergänzt, so Krause. Die Baunataler Stadtverordnetenversammlung hat bereits grünes Licht gegeben, der Kreis muss noch zustimmen.

Rahel Krause

Das völlig neue „Modell 2“ sieht die Betreuung bis maximal 17 Uhr vor. „Es hat viele Anfragen von Eltern gegeben - insbesondere aus Großenritte“, sagt Rahel Krause. „Das Interesse der Eltern war groß.“

Bis 15 Uhr beispielsweise müssen die Eltern monatlich 84 Euro auf den Tisch blättern. Hinzu kommt das Mittagessen für 40 Euro. Die Betreuung bis 17 Uhr kostet 199,50 Euro. Im „Modell 2“ besteht zusätzlich die Möglichkeit einer Frühbelegung in der Zeit von 7 bis 8 Uhr. Eingesetzt werde das pädagogische Personal der Stadt Baunatal, beispielsweise aus den Kindertagesstätten. Die Betreuung, die Angebote im Freizeitbereich und Hilfe bei den Hausaufgaben beinhaltet, findet im jeweiligen Schulgebäude statt.

Neu ist außerdem ein Angebot während der Ferien. Wer das „Modell 1“ bei der Stadt gebucht hat, muss für die Ferien zusätzlich 248 Euro zahlen. Im „Modell 2“ sind die Ferien im Preis enthalten.

Drei Schulen profitieren von dem neuen Angebot: Die Grundschule Am Stadtpark in Altenbauna, die Langenbergschule in Großenritte und die Brüder-Grimm-Schule in Rengershausen. Die Friedrich-Ebert-Schule (FES) am Baunsberg ist von diesen Regelungen ausgenommen. Sie ist bereits vom Land Hessen und dem Landkreis Kassel als Ganztagsschule ausgestattet worden.

Von Sven Kühling

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