GSV Baunatal hofft auf Baustart für Kulturhalle schon im nächsten Jahr – Neuer Kunstrasenplatz geplant

Stadt gibt Millionen für Vereine

Schornsteinfeger bringen Glück: Jana Köhler (15, von links), Hanna Kollmann (12) und Darja Konstans (12) von der Juniorengarde der Großenritter Carnevalsgemeinschaft (GCG) begrüßten in der Kulturhalle das neue Jahr und freuten sich über Medaillen. Foto: Dilling

Baunatal. Baunatals Vereine und die Stadt üben den Schulterschluss. Da passt kein Blatt Papier dazwischen: Diesen Eindruck konnte man bei der Neujahrsbegrüßung des GSV Eintracht Baunatal in der voll besetzten Kulturhalle von Großenritte gewinnen. Kritik an der Stadtverwaltung: Fehlanzeige. Dafür lobte GSV-Chef Heinz Hartmann die große finanzielle Unterstützung seines Vereins durch die Stadt.

Die ist 2014 beachtlich: Sieben Millionen Euro investiere man insgesamt in die Vereinsarbeit, sagte Erste Stadträtin Silke Engler. Davon profitieren die Fußballer in Großenritte. Er hoffe, schon bei der Neujahrsbegrüßung 2015 könne der Verein die Inbetriebnahme des geplanten Kunstrasenplatzes oberhalb der Langenberg-Kampfbahn feiern, sagte Hartmann.

Und auch für den angestrebten Ersatzneubau der angejahrten Kulturhalle formulierte er ein Zeitziel für die Stadt. „Wir sind hoffnungsvoll, 2015/2016 in die Realisierungsphase zu kommen“, sagte er. Die favorisierte Bauvariante (Kostenschätzung: mehr als zehn Millionen Euro) entspreche den Wünschen des Vereins. Die Stadt habe den GSV vorbildlich in die Planung einbezogen.

Stadträtin Engler warnte vor „Euphorie“. Die Stadt habe bei den Sportstätten einen Sanierungsstau von 40 Millionen Euro. Das sei auch für Baunatal schwer zu stemmen, zumal sie von den sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen im Zuge steigender Umlagen immer mehr an andere Kommunen und den Kreis abgeben müsse. Es sei „kein Platz für Luftschlösser“, sagte die SPD-Politikerin.

Hartmann zog eine rundum positive Bilanz für 2013. Der mit 3150 Mitgliedern zweitstärkste Baunataler Verein sei nicht nur sportlich sehr erfolgreich gewesen. Die Tischtennisabteilung habe den von Hessen Lotto ausgelobten Preis für ein Antirassismus- und Integrationsprojekt gewonnen. Als einziger nordhessischer Verein sei der GSV beim Landesentscheid „Sterne des Sports“ der Raiffeisenbanken prämiert worden. Für die Zukunft erwarte er „einen starken Zuwachs an älteren Menschen im Verein“, sagte Hartmann weiter. Durch die Zusammenarbeit mit dem Sportstudio Umbach sei man im Gesundheitssport gut aufgestellt. Der auf zwölf Beisitzer erweiterte Vorstand leiste „gute Teamarbeit“.

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Von Peter Dilling

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