Planung wird bis Sommer 2018 überarbeitet

Debatte um A44-Abschnitt Kassel-Helsa: Jetzt herrscht erstmal Ruhe

So wird die A44 in etwa verlaufen: Rechts im Bild sieht man Niederkaufungen und in der Bildmitte die Bundesstraße 7 mit der künftigen A44-Anschlussstelle Niederkaufungen. Dahinter liegt der Kaufunger Ortsteil Papierfabrik. 

Kaufungen / Helsa / Kassel. Sieben Monate ist es inzwischen her, dass Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) in Sachen Autobahn 44 ein Machtwort gesprochen hat.

Bei seinem Besuch in Kaufungen im November 2016 stellte er unmissverständlich klar: Eine Alternative zur Planung des Landes für den Abschnitt zwischen Kassel-Ost und Helsa gibt es nicht. Die Trasse, so der Minister, werde durch das Lossetal geführt. Möglichen Alternativen, insbesondere der von der Bürgerinitiative (BI) Pro A 44 vorgeschlagenen Trasse vom Dreieck Kassel-Süd entlang der Söhre nach Oberkaufungen, erteilte Al-Wazir eine Absage.

Nach dem „Basta“ des Ministers ist es ruhig geworden um die A 44. Zuletzt gab es im Frühjahr eine Demonstration, die die Sozialdemokraten auf die Beine gestellt hatten. Im Kaufunger Ortsteil Papierfabrik protestierten sie gegen den geplanten Umbau der Anschlussstelle Kassel-Ost zu einem Autobahndreieck ohne Auf- und Abfahrmöglichkeit.

Die Befürchtung der Gegner: eine zusätzliche Verkehrsbelastung der östlichen Kasseler Stadtteile und der Gemeinde Lohfelden sowie unnötige Umwege für Transporte der Firmen im Gewerbegebiet Papierfabrik. Doch die Gegner der Lossetal-Trasse wissen auch, dass ihnen zurzeit die Hände gebunden sind.

Die Zeit der Diskussion mit dem Ministerium ist vorbei. Von Hessen Mobil wird gegenwärtig die Planung für die Trasse überarbeitet. „Wir sind mitten in dem Verfahren“, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Harms auf HNA-Anfrage. Zurzeit laufe die technische Planung.

Das bedeutet: Die Ingenieure von Hessen Mobil müssen vor allem der Tatsache Rechnung tragen, dass die Autobahn zwischen Oberkaufungen und Helsa nach Süden verschoben am Hang des Stiftswaldes verlaufen wird. Das ist notwendig, um die heutige Bundesstraße 7 (später Kreisstraße 7) in einer abgespeckten Variante als Umleitungsstrecke erhalten zu können. Dieser Teil der Neuplanung, der auf Forderungen der Gemeinden Helsa und Kaufungen zurückgeht, sei sehr aufwändig, sagte Harms. Bis zum Sommer 2018, so sieht es der Zeitplan des Ministeriums vor, soll die neue Variante fertig sein. Erst deren Details werden dann Grundlage für neue Diskussionen sein.

Juristisch können die Gegner ohnehin erst später gegen die vom Land favorisierte Linie vorgehen – und zwar dann, wenn ein Planfeststellungsbeschluss vorliegt, also die Baugenehmigung. Die BI Pro A 44 hält sich diese Option ebenso offen wie beispielsweise die Gemeinde Kaufungen. Dort gilt noch immer der vom Gemeindeparlament gefasste Beschluss „Keine A 44 im Lossetal“.

Gespräche mit den Kommunen und den Intiativen gebe es zurzeit nicht, sagte Ministeriumssprecher Harms. „Die Vorgaben sind klar und es ist alles besprochen.“

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Tom_clancy
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Unfassbar....wie lange soll das ganze noch dauern ?

LasseSvensenAntwort
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Und die CDU hat unter Wallmann und Konsorten die Sache Beschleunigt..?

Net-Rebell
(0)(0)

Gott segne Hans Eichel und sein Treiben.
Dank ihm wird die A44 auch für die nächsten 30 Jahre:
"Die teuerste Autobahn weltweit bleiben"!

Kommentare

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