Winterwetter verzögert Bauarbeiten - Abschluss erst am Jahresende

Baunataler Stadtbücherei wird später fertig

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Viel Tageslicht: Die obere Etage der künftig zweistöckigen Stadtbücherei im Baunataler Rathaus wird an zwei Seiten verglast. Hier geht der Blick in Richtung Herkules-Komplex. Links hinter den Fenstern muss man sich den Marktplatz vorstellen.

Baunatal. Die Baustelle im Baunataler Rathaus wird länger bleiben als vorgesehen. „Der Zeitplan für die Vergrößerung der Bücherei hat sich durch den harten Winter mit viel Frost und Schnee verzögert“, sagt Erste Stadträtin Silke Engler.

„Mit ein bisschen Glück sind wir aber Ende des Jahres fertig“, ergänzt Architekt Thomas Meyer (Ahnatal). Eigentlich sollte schon im Herbst Abschluss sein.

Glück heißt: Das Wetter wird bald besser, es fällt keine Firma aus, es werden keine Mängel in der vorhandenen Bausubstanz entdeckt. In den vergangenen vier Monaten hingegen sei wegen der Witterung nur zwei Wochen lang reguläres Arbeiten möglich gewesen, weil das Dach des neuen zweistöckigen Vorbaus noch nicht dicht war.

Annähernd fünf Millionen Euro mitsamt Planung, Umzügen, Ausweichquartieren kostet der Umbau des Rathauses mit Erweiterung der Bücherei von gut 300 auf 1000 Quadratmeter (m2). Die gläserne Fassade zum Marktplatz hin mit über 30 unterschiedlich großen, teils fast raumhohen Fenstern steht. Die transparente Fläche misst 400 Quadratmeter.

Was nicht durchsichtig ist, soll mit hellgrauen Platten verkleidet werden – ein Kontrast zum Anthrazit und Rot der darüber thronenden alten Rathaus-Geschosse. „Man soll sehen, dass zum Marktplatz hin ein modernes neues Stück entsteht“, sagt Engler.

Vorstellungskraft nötig

Innen ist noch einige Vorstellungskraft vonnöten. Neue Betonsäulen mit Maserung wie Marmor tragen den Vorbau, dahinter müssen aus statischen Gründen die alten Pfeiler bleiben.

Engler betont, dass der Auftrag an das Büro K+M Architekten Ahnatal lautete, möglichst viel Altes zu lassen. So bleibt auch die Treppe hoch zum Standesamt, das allerdings um einige Meter nach Westen rutscht.

Technik für die Bibliothek: Guido Zilch von der Bebraer Firma Elektro Zang misst in der künftigen Leseecke Leitungen aus, die zu der Andockstation vorn führen sollen.

Das meiste ist neu. Auf der unteren Etage der Bücherei wird es eine Kinderecke und verglaste Sitznischen zum Rathausfoyer hin geben, eine Treppe mit Glasgeländer führt auf die zweite Etage, die – obwohl 16 Meter tief – dank zweier Glaswände sehr licht wirkt. An diesen Fenstern wird eine 40 Meter lange Sitzbank montiert, auf der man mit Blick auf Marktplatz und Herkules schmökern kann.

Der Trausaal ist noch nicht als solcher erkennbar. Er wird später für den Sekt nach dem Jawort wieder ein großes Foyer haben. Der neue teilbare Sitzungsraum über dem Stadthallen-Portal, zum Europaplatz hin verglast und für maximal 90 Personen gedacht, hat bereits Leitungskanäle und Andockstationen für technisches Equipment. „Er wird wesentlich besser ausgestattet sein als bisher“, sagt Engler.

Nächster großer Abschnitt im Neubaubereich ist das Aufbringen des Estrichs ab Anfang April. Der muss dann 100 Tage trocknen, um stabil genug für die schweren Bücherregale zu sein.

Von Ingrid Jünemann

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