Kommunale Gesellschaft gegründet – Aufgaben: Veranstaltungen im Zentrum vorbereiten, Gäste werben

Stadtmarketing soll City beleben

Landfrauentreffen: Noch mehr solche und andere Veranstaltungen sollen in die Baunataler Stadthalle geholt werden. Auch davon erhofft man sich im Rathaus eine Belebung von Stadt und Wirtschaft. Archivfoto: nh

Baunatal. In der VW-Stadt wird zum 1. April eine Stadtmarketing Baunatal GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) gegründet. Das beschlossen die Stadtverordneten in ihrer jüngsten Sitzung bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung der Grünen. Der Geschäftsführer der Stadtmarketing-Gesellschaft soll sich künftig nicht nur um die Belebung der City und um Veranstaltungen dort bemühen. Er soll auch weitere Nutzer der Stadthalle und der Sporthallen anwerben.

Für das Unternehmen stellte das Stadtparlament 75 000 Euro als Zuschuss für das erste Jahr und 25 000 Euro als Gründungskapital bereit. Die Gegenrechnung: Dafür fallen städtische Zuschüsse an City-Management (CMB) und Verkehrsverein weg. Beide Vereinigungen sollen aber weiter ehrenamtlich mitarbeiten.

Die Stelle des Geschäftsführers war ausgeschrieben, gestern endete die Bewerbungsfrist. Was genau der neue Mann oder die Frau zu tun hat, soll noch festgelegt werden. Auf jeden Fall gehen die Zuständigkeit für die Vergabe von Markt- und Europaplatz in seine oder ihre Hände über. Auch um die Willkommenstafeln an den Ortseingängen und die Stadtplan-Vitrinen soll sich die GmbH kümmern.

Das Parlament beschloss ferner, dass im Aufsichtsrat der kommunalen Firma auch Stadtverordnete sitzen können. Im Entwurf des Gesellschaftsvertrags stand, Magistrat, Wirtschaftsgemeinschaft, Verkehrsverein und CMB sollen vertreten sein.

Bündelung der Interessen, effizientes Vorgehen, überschaubare Investition, Aufgaben in einer Hand statt Arbeit nebeneinander her – diese Vorteile betonten SPD (Carmen Kipping) und CDU (Sebastian Stüssel). Kipping: „Bisher wurden Geld und Personal verschwendet.“ Stüssel: „Das ist ein denkwürdiger Schritt nach vorn.“ Wobei die Union hofft, dass auch Bereiche außerhalb des Stadtzentrums – etwa das Gewerbegebiet Großenritte – in das Marketing einbezogen werden.

Anders die Grünen. Fraktionschef Edmund Borschel vermutete eine zu große Nähe der GmbH zu Politik und SPD-Mehrheit, er kritisierte die Aufgaben der GmbH: Offenbar sollten Stadthallenverwaltung und städtischem Kulturmanagement Ressorts weggenommen werden. Die Partei sei egal, konterte Kipping verärgert. Und Bürgermeister Manfred Schaub (SPD) erläuterte: Das Stadtmarketing solle Veranstaltungen heranholen, sie aber nicht organisieren.

Von Ingrid Jünemann

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