Städtepartner Baunatal und Vire setzen auf die Jugend

+
Himmelwärts: Vor der Kirche Notre Dame wurden Luftballons für Europa aufgelassen. Vires Bürgermeister hoffte dabei auf Wind, der die Ballons bis nach Baunatal tragen sollte.

Vire/Baunatal. Amelie Dieckhoff (22) aus Baunatal hat während ihres europäischen Freiwilligenjahres in der französischen Partnerstadt Vire ein Internetradio aufgebaut. Das soll nun gemeinsam mit dem Baunataler Jugendzentrum Second Home auf Zweisprachigkeit erweitert werden.

Danny Leplanois

Danny Leplanois (19) aus Vire, der acht Monate im Second Home tätig war, absolviert in Frankreich gerade eine Ausbildung in Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit, um danach möglichst in Baunatal zu arbeiten. Dennis Vandrey (23) aus Baunatal lebt nach einem Freiwilligenjahr in Vire, studiert an der Fernuni Hagen Bildungswissenschaften und organisiert in der Schwesterstadt Jugendbegegnungen.

Die drei jungen Leute setzen in der Praxis um, was Politiker stetig beschwören: Der Jugend gehört - neben Verbindungen zwischen Familien - die Zukunft der Partnerschaft zwischen Baunatal und dem Städtchen Vire. Die Jugend ist es, die trotz wirtschaftlicher und finanzieller Krisen das Haus Europa bauen muss. Zwar sind es kleine Schritte zwischen den kommunalen Partnern, aber sie summieren sich. Das wurde beim Besuch von knapp 90 Baunatalern in der Normandie deutlich.

Der Anlass der viertägigen Begegnung war ein bedeutsamer: Seit 30 Jahren besteht die Städteehe. Da boten sich Rückschau und Ausblick an.

Amelie Dieckhoff

1000 Luftballons stiegen gleich am ersten Besuchstag in die Luft - sie mögen bis nach Baunatal fliegen, wünschte sich Vires Bürgermeister Jean-Yves Cousin. Bei dem frischen Wind, der vom Meer über den Westen Frankreichs wehte, kein unerfüllbarer Wunsch.

Nazizeit überwinden

Wie wichtig die Städtepartnerschaften sind, um die Wunden der für die Normandie und speziell das stark zerstörte Vire so leidvollen Nazizeit zu überwinden, ohne sie zu vergessen, belegte eine Ausstellung über Präsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer. Eröffnet in Anwesenheit der Baunataler im Wahrzeichen Vires, dem Uhrentor in der Stadtmitte, zeichnet die Schau zweisprachig nach, wie die Staatsmänner aufeinander zugingen und vor 50 Jahren den Elysée-Freundschaftsvertrag unterzeichneten.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der HNA.

Bilderstrecke: Baunatal und Vire setzen auf junge Leute

Städtepartner Baunatal und Vire setzen auf junge Leute

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.