Erneuerung der Schuhkaufbrücke: Gemeinde Ahnatal weist Kritik an schleppendem Fortschritt zurück

Stahlbeton braucht seine Zeit

Die Arbeiten schreiten voran: Die Bauarbeiter Maik Offhus (links) und Nasim Mushla arbeiten auf der neu entstehenden Schuhkaufbrücke. Foto: Kisling

AHNATAL. Bauarbeiter sind ein eher seltenes Bild auf der neu entstehenden Schuhkaufbrücke im Heckershäuser Ortskern.

Anwohner wundern sich

Viele Anwohner sind verwundert über die oft verlassene Baustelle. „Kritik von Bürgern, die meinen, dass es an der Baustelle nicht vorangeht, ist uns bekannt“, gibt Günter Schmidt, Leiter des Bauamtes Ahnatal, offen zu.

Doch diese Kritik sei unberechtigt. Zum einen sei eine zu große Anzahl von Bauarbeitern, die sich „gegenseitig auf die Füße treten“ kontraproduktiv, zum anderen benötige der Stahlbeton lange Ruhezeiten.

„Kritik von Bürgern, die meinen, dass es an der Baustelle nicht vorangeht, ist uns bekannt.“

Günter Schmidt Bauamt Ahnatal

Dies bestätigt auch der Bauarbeiter Maik Offhus: „Wir konnten in dieser Woche einiges schaffen. Die Bewährungen wurden angebracht, Fugen geschlossen, Abschalungsarbeiten verrichtet und die Brücke betoniert“, erklärt er. 28 Tage braucht laut Offhus der Beton nun, um vollständig zu trocknen.

Trotzdem liege man sowohl im Zeit- als auch im Finanzplan, stellten Schmidt und Ahnatals Bürgermeister Michael Aufenanger klar. Gegen Ende August soll der Neubau eröffnet werden.

Die reinen Baukosten belaufen sich auf 300 000 Euro, mit Planungsarbeiten wird voraussichtlich eine Summe von 350 000 Euro fällig, von der 185 000 Euro das Land Hessen trägt. Ursprünglich waren Kosten in Höhe von 400 000 Euro angesetzt worden. Bereits in der vergangenen Woche wurden die Fertigteile der Brücke geliefert und montiert. Sobald der Beton getrocknet ist, können die Kabel und Leitungen gelegt und angeschlossen werden. Sowohl der Wasserversorgungsdienst als auch der Kasseler Räumdienst, der vorsorglich wegen einer eventuellen Bombengefahr das Gelände untersuchte, konnten keine Beanstandungen an der Brücke feststellen.

Lange Diskussionen

Im Vorfeld hatte es lange Diskussionen um den Neubau der 1930 erbauten Brücke gegeben. Da diese nach einer Brückenprüfung nur die Zustandsnote 3,3 erhielt, sah sich die Gemeindevertretung zu einem Neubau veranlasst. Denn ab einer Note von 3,5 wird vom Gesetzgeber unverzüglicher Handlungsbedarf vorgeschrieben.

Verkehr wird umgeleitet

Der Verkehr wird derzeit über die Hauptstraße/Obervellmarsche Straße, Henschelweg, Brandaustraße, An der Ahna und über die Schuhkaufstraße umgeleitet.

Für Fußgänger wurde eine Alternativbrücke errichtet. (ptk)

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