Ahnatal: Krippenspiel auf dem Hof der Familie Erkelenz lockte über 200 Besucher an

Im Stall wurde es eng

Begrüßung des Jesus-Kindes: Der Finanzminister (gespielt von Jan, von links), ein Hirte (Elisa), Josef (Paula), Maria (Hannah), ein Esel (Charlotte), ein Ochse (Frieder), ein weiterer Hirte (Aaliyha) und die drei Römer (Paul, Jakob, Emil) sitzen um die Krippe mit dem neugeborenen Jesus.

Ahnatal. Zu den Klängen blökender Schafe verdienten sich die 20 Kinder aus der Jungschar, dem Kindertreff der Landeskirchlichen Gemeinschaft und der Weimarer Konfirmanden, den Applaus der rund 200 dicht gedrängt sitzenden Zuschauer im Weimarer Schafstall der Familie Erkelenz redlich.

Eine Stunde lang hatte der kirchlich engagierte Nachwuchs unter der Leitung von Astrid Petersen das seit den Herbstferien einstudierte Krippenspiel „Frieden auf Erden“ aufgeführt. Von Beginn an war den Sprösslingen der Spaß an der Vorführung anzumerken. Die Nervosität legte sich schnell und die Dialoge kamen flüssig, überzeugend und zugleich auflockernd beim Publikum an.

Petersen übernahm ihre Rolle als Erzählerin ebenfalls mit viel Witz: „Eine Volkszählung rechnet sich mehr als die Mehrwertsteuer auf Hotels“, begründete sie beispielsweise die Vorteile der Gastwirte zur Zeit der Augustinischen Volkszählung.

Für Erheiterung sorgten unter anderem die auf die Römer schimpfende schwangere Maria, der gierige Kaiser Augustus, der an Finanzknappheit litt und die drei stets auf Korrektheit bedachten Römer, die durch den Raum und über die Bühne im Gleichschritt marschierten.

Die Zeit zwischen dem Wechsel der Bühnenbilder wurde genutzt, um gemeinsam mit den Besuchern und unter der musikalischen Begleitung des Ahnataler Posaunenchors Weihnachtslieder zu singen.

Im Anschluss an das Krippenspiel wurde kostenlos Glühwein ausgeschenkt, wurden Würstchen und Brezeln verteilt. Auch der Eintritt war frei. Finanziert wurde der Nachmittag durch eine gesammelte Kollekte. Den Reinerlös der Veranstaltung spenden die Ausrichter der Evangelischen Kirche Weimar und der Landeskirchlichen Gemeinschaft an die Syrienhilfe.

Besonders dankte Pfarrer Thomas Dilger, der eine kurze Andacht zu Beginn hielt, der Familie Erkelenz, die im Vorfeld die Schafe in den hinteren Teil des Stalles gebracht und die Räumlichkeiten gesäubert und mit Strohballen und Bänken ausgelegt hatte.

Die Besucher konten die Schafe streicheln, was insbesondere die jüngeren Gästen gerne nutzten.

Von Tobias Kisling

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