Absage des Sattelfestes: Der Schaden hält sich in Grenzen

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Kleine Pause: Verpflegungsstände entlang der Strecke sorgten dafür, dass die Radler bei Kräften blieben.

Fuldatal/Kassel. Zum ersten Mal in 19 Jahren musste wegen des Dauerregens das für den Sonntag geplante Sattelfest vom Regierungspräsidium als Veranstalter abgesagt werden.

Bis zu 20.000 Teilnehmer hatte die Großveranstaltung für Radler und Inliner entlang der Fulda zwischen Kassel-Wolfsanger und Hann. Münden bei gutem Wetter regelmäßig angelockt. Die Absage vom Mittwoch hat nicht nur für das RP Folgen, sondern auch für Vereine und Einrichtungen, die am Rand der Strecke die Teilnehmer verpflegen und unterhalten wollten. Die meisten kommen jedoch glimpflich davon.

15.000 bis 20.000 Euro beträgt der Etat für das Sattelfest, der im Verhältnis 25 zu 75 Prozent über die Einnahmen aus den Standgeldern und von Sponsoren aufgebracht wird. Keinen Schaden durch die Absage werden die Standbetreiber haben, die an der Strecke unter anderem über Fitness-Programme informieren wollten. Ihnen sei laut RP-Pressesprecher Michael Conrad vertraglich zugesichert worden, dass sie im Falle einer Absage ihr Standgeld zurückbekommen.

Bilder des Sattelfestes 2012

Sattelfest entlang der Fulda

So war das Sattelfest 2011

Sattelfest an der Fulda

„Mittelprächtig“ schätzte am Freitag Patrick Friedrich, Meister in der Fleischerei Schade aus Ihringshausen, die Situation ein. Der Betrieb sollte zum Sattelfest 1000 Bratwürstchen liefern. Die Rohmasse sei zwar schon gekauft, aber noch nicht verarbeitet worden, sagte Friedrich. Aber die Feuerwehr Wahnhausen, die die Würstchen ursprünglich beim Sattelfest verkaufen wollte, erklärte sich bereit, der Fleischerei trotz der Absage 500 Würstchen abzunehmen. „Die werden wir jetzt unter den Vereinsmitgliedern verkaufen“, sagte Wehrführer Jörg Höhmann.

Aufwand zurückgeschraubt

Auch die DLRG, die sich beim Sattelfest regelmäßig mit großem Programm an der Schleuse Wahnhausen präsentiert, hat durch die Absage keinen Schaden erlitten: „Mir war schon zu Beginn der Woche klar, dass das nichts wird“, berichtete Zweiter Vorsitzender Friedrich Volland. Bei dem vielen Treibgut in der Fulda wäre der Fluss mit Booten auch nur „eingeschränkt befahrbar“ gewesen. Man habe deshalb den Aufwand für die Organisation frühzeitig zurückschrauben können und hätte ansonsten einen Notdienst gefahren.

Am stärksten betroffen von der Absage ist das Regierungspräsidium als Veranstalter selbst. „Das Geld, das wir in Werbung, Plakate und Flyer investiert haben, ist weg“, bestätigte RP-Sprecher Conrad. In welcher Höhe sich dieser Verlust bewege, könne noch nicht beziffert werden. (swe)

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