Regionalplan listet Plätze für Rotoren auf

Standorte im östlichen Altkreis

Im Regionalplan werden alle Windstandorte aufgelistet und bewertet. Dies sind die Standorte für den östlichen Altkreis Kassel:

• Warpel, westlich von Söhrewald-Wellerode: Hier haben die Städtischen Werke – mit Sondergenehmigung des Regierungspräsidiums Kassel (RP) – bereits mit den Vorbereitungen für den Bau von fünf 200 Meter hohen Windrädern begonnen. Im Regionalplanentwurf ist eine 254 Hektar große Fläche für Windkraft ausgewiesen. Durch die Nähe der A 7 und eine Erddeponie gebe es in dem Waldstück keine naturnahe Situation, die der Windkraft entgegenstehe, heißt es in dem Planentwurf.

• Buchberg, bei Helsa und Wickenrode: Trotz erheblicher Bedenken seitens des Naturschutzes wegen früherer Schwarzstorch- und Rotmilan-Vorkommen soll die 30 Hektar große Fläche zum Windstandort erklärt werden.

• Bielstein, bei Helsa und Kaufungen: Eine 122 Hektar große Fläche soll für Windkraft reserviert werden; das Naturdenkmal Bielsteinkirche wird ausgespart.

• Rohrberg, bei Helsa und Hessisch Lichtenau: Eine 70 Hektar große Fläche soll für Windkraft gesichert werden. Das Vorkommen von Schwarzstörchen muss noch geklärt werden.

• Hirschberg, bei Helsa-Wickenrode: Trotz großer Bedenken der Naturschutzbehörden (Rotmilan) soll ein 5 Hektar großes Gebiet auf Wunsch der Kommune der Windkraft dienen.

• Großer Belgerkopf, bei Helsa, Kaufungen, Lohfelden, Söhrewald: Im nördlichen Teil soll eine 83 Hektar große Fläche für Windkraft ausgewiesen werden; frühere Schwarzstorch-Vorkommen gebe es

hier im Stiftswald nicht mehr, heißt es.

• Trieschkopf, bei Wellerode: Eine 42 Hektar große Fläche soll für Windkraft reserviert werden. Ausgenommen ist ein Gebiet im Osten wegen Rotmilan-Vorkommen.

• Schanze, bei Sandershausen: In dem 43 Hektar großen Gebiet befinden sich – nach Sondergenehmigung durch das RP – zwei 200 Meter hohe Windräder im Bau. Drei kleinere Windräder drehen sich hier schon seit vielen Jahren.

• Bilstein, bei Helsa, Großalmerode: 197 Hektar hin zur niedersächsischen Landesgrenze sollen für Windräder reserviert werden.

• Gutsbezirk im Kaufunger Wald, bei Helsa, Wickenrode und Großalmerode: 180 Hektar oberhalb des Lautenbachtals Richtung Osten sollen der Windenergie dienen; ein

Schwarzstorchvorkommen muss abgeklärt werden.

• Sensenstein, bei Kaufungen, Niestetal: Ob die Fläche in den neuen Regionalplan aufgenommen wird, ist noch unklar. Die HLG will hier einen Windpark errichten und sucht bereits nach einem Investor. (hog)

Detailinformationen zu allen Standorten finden sich auf den Internetseiten des Regierungspräsidiums Kassel auf http://zu.hna.de/Windorte2806

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