Start für Zehn-Millionen-Projekt am Baunataler Stadtpark

Entwickelt sich: Jetzt beginnen die Arbeiten für weitere vier Wohnkomplexe auf dem Baugrundstück am Stadtpark. Im Hintergrund verschwindet die Theodor-Heuss-Schule damit Stück für Stück aus dem Blickfeld. Foto: Kühling

Baunatal. Die Ansicht von der Altenritte Straße aus Richtung Innenstadt ändert sich: Der orangefarbene Komplex der Theodor-Heuss-Schule verschwindet hinter Wohnhäusern und Baufahrzeugen.

In diesen Tagen startet die GFI Grundbesitz GmbH aus Kassel als weiterer Investor mit dem Bau von vier Gebäudekomplexen in dem citynahen Wohnquartier. Teil der Anlage werden Wohngruppen für Senioren samt Servicezentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo).

Zehn Millionen Euro werden laut GFI-Geschäftsführer Gotthard Fels in den Bau der Häuser investiert. Mit dem Ende der Arbeiten rechne er in der zweiten Jahreshälfte 2014, sagt er. Das Angebot bestehe aus einem Mix zwischen Betreutem Wohnen, Mietwohnungen und Eigentumswohnungen. Im Hauptgebäude der Awo gibt es ein Modell für das Zusammenleben von Senioren in Wohngemeinschaften.

Es werden werden drei Wohngruppen für jeweils zehn Senioren eingerichtet. Im Erdgeschoss gibt es eine Tagespflege sowie eine Begegnungsstätte der Stadt Baunatal mit Platz für 20 bis 30 Menschen. Ebenfalls im Erdgeschoss richtet die Awo laut Fels eine mobile Krankenpflege ein.

Gotthard Fels

Vor allem kleine Wohnungen sollen im Nachbargebäude geschaffen werden. Diese sind nämlich in der VW-Stadt knapp. Das bestätigt auch Klaus-Peter Metz, Mitarbeiter im Fachbereich Bauen des Baunataler Rathauses. „Da haben wir Bedarf.“ 45 bis 60 Quadratmeter groß sollen die Wohnungen werden, die mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Baunatal und das Land Hessen entstehen. „Die Mieten sollen sich im unteren Segment bewegen“, sagt Fels.

Klaus-Peter Metz

In den beiden übrigen Gebäuden werden 23 Eigentumswohnungen eingerichtet mit Flächen von 70 bis 130 Quadratmetern. „Diese Wohnungen sind bereits alle verkauft“, sagt Fels. Bei den Käufern handele es sich sowohl um Eigennutzer als auch um Kapitalanleger. Drei weitere Investoren haben auf dem insgesamt 18 000 Quadratmeter großen Gelände am Stadtpark bereits mit den Arbeiten an ihren Gebäudekomplexen begonnen. Zwei weitere sollen nach Angaben des Rathauses noch nach dem Start der GFI folgen.

Besonderes Kennzeichen der Wohnanlage ist übrigens etwas, das der Betrachter nach dem Abschluss der Arbeiten nicht mehr sieht. Genau die Hälfte aller 140 Stellplätze für Autos wird unter der Erde angelegt.

„Hype nicht erwartet“

Das Fazit der Stadt Baunatal zu dem Gesamtprojekt auf dem ehemaligen Pavillongelände der Theodor-Heuss-Schule fällt äußerst positiv aus. So einen Hype hätte man nicht erwartet, betont Klaus-Peter Metz. „Wir wären niemals davon ausgegangen, dass 2013 bereits alle Grundstücke verkauft sind. Wir sind mehr als zufrieden.“

Von Sven Kühling

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