Werner-Wicker-Bau will im Baugebiet Am Taubenrock in Vellmar-West bis zu 50 Häuser hochziehen

Startschuss für letztes Neubaugebiet

+
Acker wird Wohnquartier: Rechts der Rantumer Straße (vorn links) wird die Firma Wicker Wohnungsbau bis zu 50 Gebäude errichten. Demnächst rollen die Bagger an, um das Gebiet zu erschließen. Links ist der Rand der jetzigen Bebauung zu sehen.

Vellmar. In Kürze fällt mit der Erschließung des neuen Baugebiets Am Taubenrock der Startschuss für das vorerst letzte neue Wohnquartier in Vellmar: Zwischen Rantumer und Pinneberger Straße in Vellmar-West wurde gerade eines der letzten Häuser hochgezogen. Alle Bauplätze dort sind vergeben. Auch der „Osterberg“ ist längst ausgebucht.

Für den Taubenrock, der sich an die vorhandene Bebauung jenseits der Rantumer Straße in Vellmar-West anschließt, stehen Bauinteressenten ebenfalls schon für die bis zu 50 Bauplätze Schlange: Es gebe eine lange Interessentenliste, heißt es bei der Werner-Wicker-Wohnungsbau, die schlüsselfertig unter anderem Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäuser baut. Es sei eine zweigeschossige Bauweise mit der Möglichkeit zum Dachausbau vorgesehen, teilte Michael Linker vom Kasseler Architekturbüro Bankert, Linker und Hupfeld auf Anfrage mit. Wie viele Häuser genau es am Ende sein werden, das hänge von den Wünschen der einzelnen Bauwilligen ab. Wicker-Wohnungsbau schätzt, dass im Sommer mit den ersten Gebäuden begonnen wird.

Hindernis für Fische: Dieser Absturz in der Ahna unter der Brücke wird zu einer rauen Rinne umgebaut.

Die Gesellschaft, die das 1,8 Hektar (fast zweieinhalb Fußballfelder) große, vor allem aus Ackerland bestehende Gelände bereits vor Jahren erworben hatte, erschließt das neue Baugebiet auch. Die Stadt Vellmar lässt diese Arbeiten durch eine Bürgschaft von 577.000 Euro durch Wicker absichern. Später übernimmt die Stadt diese Erschließungsanlagen. Sie ist dann unterhaltungspflichtig. Entsprechende Verträge sind schon unterzeichnet worden.

Von dem neuen Baugebiet an der Hamburger Straße profitiert auch die Ahna im Bereich des Ahneparks. Dort gibt es mehrere sogenannte Abstürze im Bachbett, die Fischen das Wandern in der Ahna unmöglich machen. Als Ausgleich für den Eingriff in die Natur am Taubenrock soll einer dieser Abstürze nun beseitigt und zu einer Rampe umgebaut werden, die den Aufstieg der Fische ermöglicht und zugleich für mehr Sauerstoff in dem Gewässer sorgt.

Ein weiterer Ausgleich soll durch eine intensive Begrünung des neuen Baugebiets erreicht werden.

Ohne diese Maßnahmen hätte die Stadt nach Naturschutzrecht über 25 000 Euro als Kompensation zahlen müssen.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.