200 Schüler nahmen am Aktionstag teil

Statt mit Schnelligkeit sicher ans Ziel

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Wartete aufgeregt auf den Start: Lia Schulze (9, links) mit Freundin Maya Jüngermann (10) am Parcours. 2

Vellmar. „Mit Sicherheit ans Ziel“, lautete am Freitag das Motto in der Ahnatal-Schule. Bei einem Sicherheitstag wurden 200 Schülern der fünften Klassen wichtige Verkehrsregeln ins Gedächtnis gerufen.

„Die Kinder können heute hier zum Beispiel ihr Fahrrad auf Verkehrssicherheit prüfen lassen, bekommen einen Erste-Hilfe-Crashkurs und nehmen an einem Turnier teil“, sagte Lehrerin Kristina Legrand. Ausrichter der Veranstaltung waren der ADAC Hessen-Thüringen und der Motorsportclub (MSC) Espenau-Vellmar. Unterstützt wurden sie vom Deutschen Roten Kreuz, der Feuerwehr und der Polizei. Jürgen Schnittger, Polizeihauptkommissar und Leiter des Verkehrserziehungsdienstes der Verkehrsinspektion in Kassel, hatte nur Kleinigkeiten an den Fahrrädern der Schüler zu bemängeln.

„Bei vielen fehlt hinten der Großflächenreflektor. Die Elemente, die ein Fahrrad verkehrssicher machen, sind bei den meisten vorhanden, aber teilweise nicht richtig funktionsfähig“, sagte Schnittger. Auch Marvin Clobes (10) ließ sein Rad überprüfen. Nach der kleinen Inspektion war er erleichtert. „Bei meinem Rad muss nur mal die Bremse ein bisschen festgezogen werden. Das sage ich meinem Papa, der macht das dann“, erzählte der Zehnjährige.

Werner Praschek, Vorsitzender des MSC Espenau-Vellmar, leitete die Veranstaltung ehrenamtlich. „Wir machen das, weil es sehr wichtig ist, dass sich die Kinder sicher im Straßenverkehr bewegen können“, sagte er. Als besonderen Höhepunkt gab es für die Schüler ein Fahrradturnier. „Hier gilt es, Aufgaben zu bewältigen, die dem Straßenverkehr nachempfunden sind. Wichtig ist Sicherheit, nicht Schnelligkeit“, erläuterte Horst Hinn vom ADAC Hessen-Thüringen.

Bei diesem Parcours auf dem Schulhof mussten die Schüler zeigen, dass sie ihre Spur halten, Slalom fahren können und dazu auch noch sehr achtsam den Straßenverkehr beobachten. Lia Schulze (9) wartete mit Maya Jüngermann (10) in der Schlange. „Ich habe Angst, etwas falsch zu machen“, sagte das Mädchen. Die Freundinnen hatten bereits bei der Feuerwehr an einer Aktion zum Thema „Toter Winkel“ teilgenommen. „Wir saßen in einem Feuerwehrauto, und als der Radfahrer ganz nah war, konnte man ihn nicht mehr im Spiegel sehen“, erzählte Lia.

Die beiden wollen nun immer darauf achten, nicht zu nah an größere Fahrzeuge heranzufahren. (phc)

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