70 Gäste feierten in Elmshagen den Weltgebetstag der Frauen zum Thema Malaysia

Steht auf für Gerechtigkeit

Allerlei Leckereien: Anni Kimm (von links), Sabine Walz, Hannelore Rudolph, Paula Wayand, Erika Maschita, Irmtraut Göbel, Walburga Kerner, Helga Lauterbach und Ute Leck gestalteten den Gottesdienst und sorgten für die Köstlichkeiten danach. Fotos: Hartung

Schauenburg. Hunderte Kerzen leuchteten den Besuchern den Weg zum Eingang der Elmshagener Kirche. „Selamat Datang“, begrüßte eine Dame die Gäste, während sie die Handflächen aneinander legte und sich leicht nach vorn beugte. Diese Geste ist in Malaysia ein Zeichen des Respekts und heißt „Friede und Willkommen“. Zur Begrüßung bekam außerdem jeder Gast eine Papierblume.

Wie jedes Jahr am ersten Freitag im März wurde nicht nur in Schauenburg, sondern in über 170 Ländern in ökumenischen Gottesdiensten der Weltgebetstag der Frauen gefeiert. Im Mittelpunkt standen diesmal die Frauen aus dem südostasiatischen Malaysia. Auch die Gottesdienstordnung wurde von Malaysierinnen verfasst. Mit dem Motto „Steht auf für Gerechtigkeit“ wollen die Frauen vor allem auf die Ungerechtigkeiten in der Welt und die schlechten Arbeitsverhältnisse malaysischer Frauen aufmerksam machen. Viele von ihnen sind Opfer von Menschenhandel geworden oder arbeiteten als Hausangestellte ohne Verträge, geregelte Arbeitszeiten oder Mindestlohn. Malaysia ist voller Gegensätze. Zum einen gibt es dort viele Ungerechtigkeiten, zum anderen erfreuen sich die Einwohner eines Landes mit tropischer Artenvielfalt, prächtigen Farben und leckeren Gewürzen. Der Gottesdienst in Elmshagen wurde zusammen mit den Pfarrerinnen Dorothee Heidtmann und Cathrin Szameit und Frauen aller Schauenburger Ortsteile vorbereitet. Am Ende gab es traditionelle Musik und Kulinarisches aus Malaysia, wie Sesamkugeln und Kokosbällchen.

„Ungewöhnlich und etwas exotisch, aber sehr lecker“, fand Lydia Stumm (55, Elgershausen) die Genüsse. Die Atmosphäre sei sehr schön, sagte Kerstin Kalinka (42) aus Elmshagen. Es wurde viel geschnuddelt und genascht, während die Gäste eine Menge über Malaysia und seine Gegensätze erfuhren.

Von Tina Hartung

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