Baunataler Übungsstrecke wurde von Jugendlichen in Eigenregie überarbeitet

Steilkurven für cooles Fahrgefühl mit dem Mountainbike

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Fleißig mit Schaufeln und Rüttelplatte: Leonard (12, von links) und seine Freunde Liam (11) und Fabian (11) haben bei der Sanierung ordentlich mit angepackt. Im Hintergrund rechts ist eine Steilkurve zu sehen.

Baunatal. Laute Musik schallt aus den Boxen, während die rund 20 Jugendlichen im Takt die Schaufeln schwingen. Zwischendurch werden immer wieder ein paar Runden mit den Mountainbikes gedreht, um die Strecke zu testen. So macht Arbeit Spaß - von beidem hatten die jungen Leute auf dem Pumptrack neben der Baunataler Rundsporthalle in den vergangenen Tagen genug.

Mit vereinten Kräften und in Zusammenarbeit mit der Stadt Baunatal, dem städtischen Baubetriebshof und dem Jugendzentrum Second Home haben sie in dieser Woche ihre Übungsstrecke saniert. Da das Gelände seit seinem Bau im Oktober 2011 viel von Mountainbikern genutzt wurde, musste es nun überarbeitet und teilweise komplett saniert werden.

Der Chef: Moritz Gräbe hat den Pumptrack 2011 geplant.

„Die Jugendlichen haben im Vorfeld einen Plan erstellt“, sagt Moritz Gräbe. Dieser hätte in diesen Tagen eins zu eins umgesetzt werden können, freut sich der 28-jährige Mountainbiker, der den Pumptrack vor zwei Jahren geplant hatte. Außerdem seien die Jugendlichen voll im Zeitplan, ergänzt er. Bis Donnerstagnachmittag waren die Schotterhügel, die jede Menge Gefahren bargen, beseitigt. Die kleinen Steinchen dienen nun als Füllmaterial für die neuen Steilkurven, die in der Mitte der Strecke geschaffen wurden. Zum Schluss wurde eine feine Schicht Brechsand (Grus) auf die neuen Erdhügel geschüttet. Diese verbindet sich bei Nässe mit der oberen Erdschicht, um die Rutschgefahr für die Mountainbiker zu bannen.

Auf der Strecke unterwegs: Max Achler (16, links) und Alexander Konsek (16) drehten ein paar Runden, um das sanierte Mountainbike-Gelände zu testen.

Insgesamt 70 Kubikmeter Sand wurden vom städtischen Bauhof auf die Strecke transportiert, die dann mit Radlager und Bagger verarbeitet wurden. „Die Zusammenarbeit mit dem Bauhof hat toll funktioniert“, bemerkt Gräbe und betont, wie flexibel die Männer mitgearbeitet hätten. Am Freitag gab es für den Pumptrack den letzten Feinschliff. Vor allem die Kurven brauchten noch ein wenig Handarbeit mit der Schaufel, damit sie in Zukunft alle flüssig nacheinander befahren werden können. Kein Problem für die jungen Helfer. „Ich bin sehr stolz auf unsere Arbeit“, sagt Fabian (11, Altenbauna). Der 12-jährige Leonard aus Hoof findet besonders die neu gebaute S-Kurve sehr gelungen. Dabei hätte man ein echt cooles Fahrgefühl, berichtet der Junge. „Das Projekt ist so angelegt, dass die Jugendlichen den Umbau in Eigenregie machen, während die Kommune die Material- und Transportkosten übernimmt“, sagt Thomas Briefs, Pressesprecher der Stadt Baunatal. Zu der Höhe der Kosten konnten von der Stadt noch keine Angaben gemacht werden.

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