Umstrukturierung auf vielen Positionen im Kreishaus – Pressesprecher inzwischen auch für Kultur zuständig

21 Stellen fallen bis 2019 weg

Fällt ins Aufgabengebiet des Kulturreferenten: Das traditionelle Weihnachtskonzert mit den Musikschulen des Kreises Kassel. Die Aufnahme entstand 2012 in der Altstädter Kirche in Hofgeismar. Foto: Thiele

Kreis Kassel. Bis zum Jahr 2019 sollen in der Kreisverwaltung 21 Stellen abgebaut werden. Das zumindest hat Landrat Uwe Schmidt (SPD) gegenüber der HNA im Mai 2013 erklärt. Seither hat sich die Personalzahl aber nicht geändert. Wie schon im vergangenen Jahr sieht der Haushalt des Landkreises Kassel 934 Stellen vor.

Seit 2006 sind laut Kreissprecher Harald Kühlborn 29 Stellen eingespart worden. Eine Änderung betrifft Kühlborn selbst. Im Jahr 2010 ist neben vier weiteren die halbe Stelle des Kulturreferenten eingespart worden. Damals hat Kühlborn die Aufgaben der verstorbenen Kulturreferentin Sabine Delage übernommen. Es habe ohnehin eine halbe Stelle eingespart werden müssen, so der Kreissprecher. Und da das Arbeitsgebiet in seinem Fachbereich eingegliedert gewesen sei, seien die Aufgaben nach der Erkrankung Sabine Delages peu à peu bei ihm eingelaufen. Seine Arbeit stimme er mit der Vizelandrätin und Leiterin des Dezernats Umwelt, Jugend, Soziales und Kultur, Susanne Selbert (SPD), ab.

Etat beträgt 31 000 Euro

Kühlborn ist nach eigenen Angaben aber nicht mit einer halben Stelle als Kulturbeauftragter tätig. Er schätzt, dass er etwa zehn Prozent seiner Arbeitszeit der Kulturförderung widmet. Dabei verwaltet er einen Etat in Höhe von 31 000 Euro. Davon seien etwa 14 000 Euro schon fest verplant für die Bezuschussung der Chöre im Landkreis sowie den Kultursommer-Mitgliedsbeitrag. Seine anteilige Stelle wird nach Angaben Kühlborns nicht aus diesem Etat bestritten.

Das Aufgabengebiet des Kulturreferenten beinhaltet laut Kühlborn drei Schwerpunkte: Erstens das alljährliche Weihnachtskonzert mit den Musikschulen des Kreises. Inhaltlich sei der Aufwand für das Kulturdezernat nicht groß, da die Musikschulen das Programm machten. Um die Organisation kümmere sich eine Mitarbeiterin. Kühlborn selbst führe nur durch das Programm. Zweitens das traditionelle Wohltätigkeitskonzert mit dem Heeresmusikkorps Kassel der Bundeswehr im Hof von Schloss Wilhelmsthal bei Calden. Auch hier falle wenig Arbeitsaufwand an, der mit Unterstützung einer Mitarbeiterin bewerkstelligt werde. Der Landkreissprecher selbst sei bei dem Konzert anwesend. Der dritte Schwerpunkt sei bis zum Jahr 2009 die Kulturverbundsbroschüre gewesen. Doch die werde mittlerweile nicht mehr herausgegeben.

Die Hauptaufgabe des Kulturbeauftragten sieht Kühlborn im Bereich der Vernetzung. Dazu gehörten regelmäßige Veranstaltungen des Kulturnetzes gemeinsam mit Kulturschaffenden. Dass der Kreissprecher auch die Aufgaben des Kulturdezernenten übernimmt, ist laut Kühlborn nicht ungewöhnlich. Dieter Werkmeister beispielsweise, der im Schwalm-Eder-Kreis für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, sowie sein Kollege aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg, Hartmut Wecker, seien ebenfalls zusätzlich in der Kulturförderung tätig. Hintergrund / Kommentar

Von Nicole Schippers

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