Bei ZEED geht es nicht voran

Stellenabbau bei Kirchner Solar: Auswirkungen auch auf Lohfeldener Projekt

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Ins Stocken geraten: Beim Zentrum für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektromobilität in Deutschland (ZEED) in Lohfelden geht es nicht voran. Kirchner hatte die ehemaligen Richter-Hallen vor einem Jahr erworben und das Dach mit Solaranlagen bestückt.

Lohfelden/Ahlheim. Die Krise der Fotovoltaikbranche schlägt nun auch bei der Kirchner Solar Group (KSG) zu: Das Alheimer Unternehmen fährt einen harten Sparkurs und streicht 50 der 220 Arbeitsplätze am Firmensitz in Heinebach – das entspricht fast jeder vierten Stelle.

Der Sparkurs wirkt sich auch auf das Zentrum für Erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Elektromobilität in Deutschland, kurz ZEED, aus, das Kirchner mit Partnern in Lohfelden errichten will. Das Projekt kommt nicht voran. Geschäftsführer Lars Kirchner rechnet außerdem damit, dass etwa 20 Mitarbeiter der Produktion in Kurzarbeit gehen werden. Sie werden heute von Geschäftsleitung und Arbeitsagentur über die Folgen einer möglichen Kurzarbeit informiert.

Hintergrund des drastischen Stellenabbaus ist die anhaltende Krise der deutschen Solarbranche. Seitdem die Einspeisevergütung für Sonnenstrom gekürzt wurde, ist für Kirchner das Geschäft mit Großkunden und Projekten wie Solarparks eingebrochen. Es machte bislang 40 Prozent des Umsatzes aus. Für das ZEED in Lohfelden hat Kirchner vor einem Jahr die historischen Richter-Hallen gekauft und seither die Dächer mit Solaranlagen bestückt. Auf dem Gelände sollen weitere Fotovoltaikanlagen installiert werden, an denen sich Bürger beteiligen können.

Doch der Plan, ein Ausstellungs- und Entwicklungszentrum für erneuerbare Energien aufzubauen, kommt nicht voran. Etwa die Hälfte der Partner sei abgesprungen, sagte Geschäftsführer Kirchner. Wie es mit dem ZEED weitergehe, hänge von der Branchenentwicklung ab. Derweil bleibe der derzeitige Mieter Alstom Power Energy Recovery in den Richter-Hallen, der dort Apparate für die Petrochemie produziert.

Von Marcus Janz

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