Stets eine Bereicherung

Johannes Vennemann aus Kassel hat zwei Pflegekinder aufgenommen

Pflegeeltern werden vom gemeinsamen Jugendamt von Stadt und Landkreis Kassel dringend gesucht. Familie Vennemann-Schneider aus Kassel hat zwei Pflegekinder aufgenommen. HNA-Mitarbeiterin Melanie Römer sprach mit Johannes Vennemann.

Wie kamen Sie zu dem Entschluss, Pflegeeltern zu werden?

Johannes Vennemann: Unsere Tochter ging in den Kindergarten und hatte sich mit einem Mädchen angefreundet. Da dieses im Kinderheim lebte, musste für jedes Treffen der beiden eine Betreuungsperson Zeit haben, was sehr schwierig war. Wir beschlossen, dem Mädchen ein neues Zuhause zu geben. Es folgte ein über ein Jahr dauernder Kampf mit der Bürokratie. Das Mädchen war bereits in eine andere Familie gekommen.

Warum haben Sie sich dann noch für ein zweites Pflegekind entschieden?

Vennemann: Bevor unser erstes Pflegekind zu uns kam, lebte es in einer Bereitschaftspflegefamilie. Dorthin kommen die Kinder, wenn sie aus ihrer Familie genommen werden müssen. Von dort aus werden sie an die Langzeitpflegefamilien vermittelt. Diese Familie betreute auch noch einen Jungen. Die Kinder kannten sich schon, so entschlossen wir uns, ihn auch aufzunehmen.

Was sind Ihre Erfahrungen?

Vennemann: Bedingt durch die Situation gibt es natürlich Probleme. Ein Kind aus seiner Familie zu nehmen, ist der letzte Schritt des Jugendamtes. Der Kontakt zu den leiblichen Eltern muss gehalten werden, was nicht immer einfach ist. Wir haben unsere Pflegekinder aber immer als Bereicherung empfunden. (rax)

Kontakt: Fachstelle Pflegekinder unter der Telefonnummer 0561/10 03 15.

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