Bürgermeister Aufenanger stellte Haushalt 2013 vor: Grundstücksbesitzer und Hundehalter zahlen mehr

Die Steuern steigen in Ahnatal

Michael Aufenanger

Ahnatal. In der Gemeinde Ahnatal muss weiter der Rotstift angesetzt werden. Die Einwohner werden stärkter zur Kasse gebeten, zum Beispiel bei der Grundsteuer.

Denn trotz aller Sparbemühungen weist der Haushalt 2013 im Entwurf des Gemeindevorstands einen Fehlbedarf in Höhe von 837.222 Euro aus. Darauf wies Bürgermeister Michael Aufenanger hin, der das Zahlenwerk in der Gemeindevertretung am Donnerstagabend vorlegte. Immerhin gebe es eine positive Entwicklung, denn gegenüber 2012 falle das Minus im laufenden Geschäft um 140.000 Euro geringer aus. Bis 2016 soll der Jahres-Fehlbedarf auf 597.000 Euro sinken.

In jenem Jahr wolle der Landkreis Kassel einen Überschuss von 7,5 Millionen Euro erwirtschaften. „Wir kämpfen darum, 2020 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen zu können“, meinte der Bürgermeister. Den Vergleich zog Aufenanger, um auf ein Missverhältnis aufmerksam zu machen. „Momentan entwickelt sich die Finanzverteilung zu Ungunsten der kreisangehörigen Kommunen.“ Landkreise und kreisfreie Städte aber profitierten von höheren Umlagen, würden gleichzeitig durch die Übernahme der Grundsicherung vom Bund „massiv entlastet“.

Um den Haushalt, der 2013 Erträge im laufenden Geschäft von 11,9 Millionen ausweist, weiter zu konsolidieren, steigt der Hebesatz der Steuer auf Grundstücke von 330 auf 390 Prozent. Dies bedeute Mehreinnahmen von 145.000 Euro, sagte Aufenanger. Höhere Steuern für Hunde, Spielapparate und Zweitwohnungen bringen im kommenden Jahr insgesamt 48 000 mehr ein.

Er sei seinerzeit angetreten, die Steuer auf Grundstücke leicht zu senken, meinte Aufenanger. „Die Finanzkrise und die folgenden finanziellen Auswirkungen haben die Sachlage total umgekehrt. Wir wissen momentan nicht, wie wir die Leistungen unserer Gemeinde finanzieren sollen.“

Investiert wird dennoch, insgesamt 1,1 Millionen gibt die Gemeinde aus unter anderem für folgende Projekte:

• Baukosten Wasser „Am Kammerberg“: 150.000 Euro;

• Baukosten Straße „Am Kammerberg“: 245.000 Euro;

• Sanierung Sporthalle, zweiter und dritter Bauabschnitt: 180.000 Euro;

• Restausbau Straße Rasenallee zum Hartplatz: 80.000 Euro;

• Baukostenanteil zur Verbesserung Nahverkehr: 83.900 Euro.

Die Summe der verschobenen oder gestrichenen Investitionen macht 2,9 Millionen Euro aus. Hierzu gehören:

• Baukosten Wasser Dörnbergstraße: 807.000 Euro;

• Sanierung Bürgersaal (Dach und Fassade: 580.000 Euro;

• Neubau Brücke Henschelweg: 300.000 Euro;

• zweiter Bauabschnitt für die Kläranlage: 150.000 Euro. Archivfoto:  nh

Von Michael Schräer

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