Vellmar: Die Stichwahl fest im Blick

Bürgermeisterwahl: Daniel Lindner (27) will die Stadt entschulden

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Technik als Hobby: Mit seinem Unimog fährt der gelernte Nutzfahrzeug-Mechatroniker Daniel Lindner in seiner Freizeit gerne ins Gelände.

Vellmar. Daniel Lindner ist zufrieden. Der unabhängige Bewerber für die Bürgermeisterwahl in Vellmar am 25. Mai hat auch allen Grund dazu. „Die Unterschriften sind mir nur so zugeflogen“, sagt der 27-jährige Vellmarer doch etwas überrascht angesichts der „nur positiven Resonanz“ auf seine Kandidatur.

Denn die Hürde für Einzelbewerber mit notwendigen 74 Unterschriften hat er schon jetzt locker genommen: Mehr als 100 Stimmen habe er seit dem 26. Februar bekommen.

Deshalb sieht sich Lindner nicht als Zählkandidat angesichts der Konkurrenten Manfred Ludewig (48, SPD) und dem parteilosen Alexander Kampe (49), den CDU, Grüne und FDP präsentiert haben. Mit breiter Brust will er in den Wahlkampf gehen: „In der Stichwahl könnte ich mich schon sehen“, sagt er und lächelt ein bisschen spitzbübisch. „Ich will mehr sein als das Zünglein an der Waage.“

Da stört den Youngster auch nicht, dass er kommunalpolitisch noch ein unbeschriebenes Blatt ist und noch kein ausgefeiltes Wahlprogramm vorweisen kann: „Als Politiker wird man ja nicht geboren, das kann man lernen.“ In der Zwischenzeit hat er sich schon einmal in den Vellmarer Haushalt vertieft, aber die Leitlinie steht: „Ich will Vellmar entschulden und die Bürger mehr einbeziehen.“

Dabei will Daniel Lindner alle Generationen ansprechen. Als gebürtiger Vellmarer - „schon mein Uropa ist hier begraben“ - fühlt er sich der Tradition verbunden. Und als frischgebackener Vater, Töchterchen Elisa ist gerade mal vier Monate alt, will er auch für ein junges Vellmar stehen, das die Zukunft der Stadt bewältigen muss. Auch beruflich hat Daniel Lindner - sollte es mit dem Job des Bürgermeisters nicht klappen - schon Vorstellungen. Nach dem Abschluss des Maschinenbaustudiums - die Diplomarbeit hat er gerade abgeschlossen - will der gelernte Nutzfahrzeug-Mechatroniker erst einmal im väterlichen Kfz-Betrieb einsteigen, wo er schon regelmäßig aushilft.

Aber jetzt will sich der Bewerber erst einmal daran machen, seinen Wahlkampf zu organisieren. Flyer, Plakate, Auftritte in der Öffentlichkeit - dies alles muss jetzt geplant werden, um sich bei den Vellmarern bekannt zu machen. Da wird nur noch wenig Zeit für das Hobby bleiben, mit seinem Unimog durchs Gelände zu fahren.

Info: Die HNA veranstaltet am Mittwoch, 14. Mai, ab 19 Uhr in der Mehrzweckhalle Frommershausen – nicht wie angekündigt im Bürgerhaus Vellmar-West – einen Lesertreff mit den Kandidaten.

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