Amerikanischer Traum erfüllt

Stipendiatin aus Baunatal reist in die USA

Für jeden Spaß zu haben: Paula Schrage ist nicht nur eingefleischter Amerika-Fan, sondern auch Hobbyköchin. Das Lieblingsrezept ihrer Oma für einen Nudelauflauf hat sie mit im Gepäck für ihre Reise in die USA.

Baunatal. Paula Schrage aus Baunatal wird in wenigen Tagen im Rahmen des Parlamentarischen Partnerschafts-Programms (PPP) des Deutschen Bundestags und des US-Kongresses zu einem einjährigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten aufbrechen.

Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens wurde die 15-jährige Baunatalerin vom nordhessischen FDP-Bundestagsabgeordneten Björn Sänger als Stipendiatin ausgesucht. „Für mich ist das die Erfüllung eines lang gehegten Traums“, sagt die aufgeweckte Zehntklässlerin. Ein Traum, den wohl auch viele andere Jugendliche haben. Entsprechend groß war der Bewerberkreis: Aus 17 Mitbewerbern wurde Paula Schrage für das Auslandsjahr auserwählt.

Womit sie gepunktet hat? „Ich bin seit jeher großer Amerika-Fan und fasziniert von der Mentalität der Amerikaner“, sagt Paula. „Vielleicht habe ich einfach mein großes Interesse am interkulturellen Austausch gut rübergebracht“, zeigt sich Paula bescheiden. „Ich bin überzeugt, dass Paula unser Land gut vertreten und viele Eindrücke nach Deutschland transportieren wird“, nennt Björn Sänger seine Entscheidungskriterien.

Amerika-Urlaub als Impuls

Von der lockeren Art der amerikanischen Bevölkerung hat sich Paula übrigens bereits während eines dreiwöchigen Familienurlaubs im vergangenen Jahr überzeugt. Die Rundreise entlang der Ostküste war dann auch der ausschlaggebende Impuls für ihre Bewerbung als Stipendiatin. Dass sie das kommende Jahr im Land der unbegrenzten Möglichkeiten verbringt, hat sich in ihrem Freundeskreis in Windeseile herumgesprochen. „Daher bekomme ich jetzt fast täglich Besuch von Bekannten, die sich noch dringend verabschieden wollen. Das ist auf der einen Seite schön, auf der anderen aber auch ein bisschen traurig.“

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen auch ihre Eltern das anstehende Abenteuer. „Wir freuen uns, dass Paula diese Möglichkeit bekommt“, sagt Mutter Kirsten Hillberger. In den vergangenen Tagen hat sie diverse Ratgeber gelesen, sich auf die Schnelle ein Facebook-Konto angelegt und Nachhilfe in Sachen Skype genommen. „Ich möchte einfach jederzeit wissen, ob es Paula gut gehen wird.“ Die 15-Jährige hat daran allerdings gar keinen Zweifel.

Von Martina Sommerlade

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