Nach Sturz: Granitplatten auf den Brücken erleichtern älteren Besuchern den Zugang

Stolperfrei durch den  Ahnepark

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Sicheres Gehen: Ellen Stange geht öfter im Vellmarer Ahnepark spazieren und ist dabei auf ihren Rollator angewiesen. Auch sie freut sich über die neu angelegten Rollatorspuren.

Vellmar. Der Vellmarer Ahnepark kommt mit seinen Bäumen, Wasserflächen und Wiesen bei den Bürgern gut an.  Mit dem 1986 eingewehnten Park ist auch das Klientel gealtert. Die Stadt reagierte und gestaltete jetzt fünf Brücken behindertengerecht um.

Der Park ist ein Kleinod, auf das kein Besucher mehr verzichten möchte. Zweifellos ist der 1986 eingeweihte Ahnepark das Aushängeschild der Stadt Vellmar. Jährlich zieht er viele Tausend Besucher an, die begeistert sind von der hervorragend gestalteten Landschaft, den Teichen und den zahlreichen Tieren, die hier zu Hause sind.

Indiz für das gealterte Klientel ist die neue Wohnanlage für Senioren an der Müllerbrücke. Landschaftsarchitekt Hans-Friedrich Werner, der schon maßgeblich an der Planung der Naherholungsanlage beteiligt war, befasste sich mit den Details der fünf Brücken. Denn in der Vergangenheit waren immer wieder Parkbesucher mit Rollatoren mit den kleinen Vorderrädern der Gehhilfen in den groben Fugen des Brückenpflasters hängen geblieben.

In einem Fall sei sogar ein älterer Herr gestürzt, erläuterte Günter Pleyer, Leiter des städtischen Bauhofs, die Situation. Als bei Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) die ersten Beschwerden eingingen, reagierte die Stadt.

Rollatorspur aus Granitplatten

„Im Ahnepark gibt es fünf Brücken, die mit Großpflaster belegt sind“, sagt Pleyer, der das Konzept mit dem Bauhof umsetzte. „Auf allen fünf Brücken haben wir eine Rollatorspur aus Granitplatten eingebaut, über die man mit der Gehhilfe bequem und sicher laufen kann.“

In ihrem ursprünglichen Zustand belassen wurden die Holzbrücken, die von Möbel Bolte und der Sparkasse von der Holländischen Straße in den Park führten. Das Ganze passe sich harmonisch in das Parkkonzept ein, und auch die Materialkosten hätten mit 2500 Euro niedrig gehalten werden können, erläuterte Pleyer das Endergebnis.

Zugang zum Park erleichtern

Eine weitere Verbesserung gab es im Bereich der Neugestaltung des Parkplatzes an der Müllerbrücke. Auch dort wurde ein behindertengerechter Weg angelegt, der vor allem älteren Menschen den Zugang zum Park erleichtert. Dazu wurde die Zahl der Parkplätze für 100 000 Euro von 14 auf 32 erhöht und die Anlage begrünt.

„Uns liegt am Herzen, dass auch ältere Menschen und Besucher mit Behinderungen den Park uneingeschränkt nutzen können. Daher werden wir auch künftig darauf achten, dass der Ahnepark als Naherholungseinrichtung absolut behindertengerecht bleibt“, versprach der Bauhofleiter.

Von Werner Brandau

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