Dr. Martin Hein predigte am Sonntag in der Ochshäuser Dorfkirche

Stolz auf Bischof-Besuch

Besonderer Gottesdienst: Bischof Dr. Martin Hein (Mitte) predigte in der Ochshäuser Dorfkirche. Mit auf dem Bild vor dem Baudenkmal am Fuße des Lindenbergs stehen Pfarrer Klaus Dieter Inerle (links) sowie der Kirchenälteste und Ehrenbürger, Wolfgang von Heusinger. Foto:  Wohlgehagen

Lohfelden. Gestern war ein besonderer Tag für die Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Lohfelden: Der Bischof der evangelischen Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, hielt einen Festgottesdienst in der Ochshäuser Kirche. Außerdem stand das älteste Gotteshaus der Gemeinde durch den landesweiten „Tag des Offenen Denkmals“ im Mittelpunkt des Interesses.

Die kleine Dorfkirche war bis auf den letzten Platz besetzt, als Pfarrer Klaus Dieter Inerle Bischof Martin Hein willkommen hieß. „Es macht uns stolz, und wir sind froh, dass sie mit der Gemeinde einen Gottesdienst feiern“, sagte der Pfarrer.

Erinnerung an 11. September

Der Bischof erinnerte in seiner Predigt an die Nachricht von den Flugzeugattentaten vom 11. September 2001. Die unbefangene Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen sei seitdem erheblich erschwert worden. „Wir dürfen nicht dem Wahn Glauben schenken, als würden sich die Probleme in der Welt mit Gewalt lösen lassen“, sagte Martin Hein. Eine offene Gesellschaft, so der Bischof weiter, brauche Wahrhaftigkeit und Orientierung in dem, was sie zusammenhält.

Im Anschluss an den Gottesdienst führte Walter Reuter die Besucher durch das mehr als 1000 Jahre alte Gotteshaus. Die Ochshäuser Kirche - über dem Dorf „Ogozzeshusen“ - sei ein Ort der Einkehr für Pilger und Reisende am alten Fernhandelsweg gewesen, sagte der Mitarbeiter der Geschichtswerkstatt. Die Besucher erfuhren auch, dass der lange verschollene Taufstein erst seit 1949 wieder in der Kirche steht.

Als gewollten Gegensatz bezeichnete Reuter die in den 60er- und 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts von Heinz Kreutz neu gestalteten Kirchenfenster. Der Künstler habe eine eigene Farbenlehre entwickelt, die in den Fenstern der Ochshäuser Kirche anschaulich werde, sagte Reuter.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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