Stadt will Schäden nicht weiter hinnehmen

Maroder Asphalt in Baunatal: Straße am VW-Werk bleibt Holperpiste

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Holperpiste: Auf der Straße in Richtung Kirchbauna reiht sich Schlagloch an Schlagloch.

Baunatal. Die Landesstraße auf der Rückseite des VW-Werks in Baunatal gleicht einer Teststrecke für Stoßdämpfer. 

Die ohnehin schon seit Jahren marode Asphaltdecke der vierspurigen Straße zwischen Altenbauna und Kirchbauna ist vermutlich durch den starken Frost im Winter weiter beschädigt worden. Auf mehreren hundert Metern Länge sind Asphaltstücke herausgebrochen. Eine vom Land Hessen 2015 angekündigte grundlegende Sanierung des 1,4 Kilometer langen autobahnähnlichen Abschnitts lässt weiter auf sich warten.

2015 hatte die Landesbehörde Hessen Mobil verkündet, dass die Sanierung der Straße, auf der Autofahrer immerhin mit Tempo 100 fahren dürfen, im Sonderinvestitionsprogramm enthalten sei. Das läuft bis zum Jahr 2022. Im Haushalt des Landes für 2018 und 2019 sei das Vorhaben jedenfalls nicht vorgesehen, erläutert Hessen-Mobil-Sprecher Gerd Bohne auf Anfrage. „Das wird also frühestens 2020 etwas“, sagt er. Die Straße sei auf jeden Fall weiterhin in dem Programm aufgeführt, so Bohne.

Stadt Baunatal will Schäden nicht länger hinnehmen

Die Stadt Baunatal, die selbst für die Unterhaltung der Landesstraße nicht zuständig ist, will die Situation allerdings nicht weiter hinnehmen. Er habe bereits dreimal bei Hessen Mobil auf den schlechten Zustand der Straße hingewiesen, sagt Bürgermeister Manfred Schaub (SPD). „Da muss man akut etwas machen.“ Auch im Rathaus häuften sich die Beschwerden von Autofahrern.

Der Bürgermeister hält es deshalb für notwendig, dass zumindest die stärksten Schäden mit Kalt-Asphalt ausgebessert werden. „Auf den städtischen Straßen mussten wir auch kurzfristig reagieren“, sagt Schaub. „Man muss das reparieren.“

Zurückhaltender gibt sich das VW-Werk. „Vereinzelt melden sich Mitarbeiter zum Zustand der Straße, die insbesondere nach dem langen Winter sicht- und spürbare Frostschäden aufweist“, sagt Werksprecher Heiko Hillwig. Sei die Oberfläche erst einmal aufgebrochen, schreite der Zerstörungsprozess schnell voran. „Eine zeitnahe Instandsetzung hilft, größere Schäden zu vermeiden.“

Auch Straße zu VW-Haupttor in schlechtem Zustand

Übrigens: Auch die Landesstraße in Richtung VW-Haupttor ist in keinem guten Zustand. Der Abschnitt zwischen Altenbauna und Rengershausen wurde vor einigen Jahren lediglich an einigen Stellen geflickt. An manchen Punkten der Straße sammelt sich aber das Wasser bei Regen zu großen Pfützen und fließt nicht ab. 

Zum Zustand der Bauarbeiten auf der A49 bei Rengershausen gibt es einen separaten Artikel. Das größte Problem an dieser Stelle ist der mangelnde Lärmschutz.

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