Tram-Unfall: Opfer nicht mehr in Lebensgefahr

Baunatal. Die 14-jährige Schülerin aus Baunatal, die am Montagabend an der Haltestelle Kleingartenverein in Altenbauna von einer Straßenbahn erfasst wurde, schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Das teilte Polizeisprecher Wolfgang Jungnitsch am Dienstag auf HNA-Anfrage mit. Das Mädchen hatte bei dem Zusammenstoß mit einer Tram der Linie 7 schwere Kopfverletzungen erlitten. Es wird in einem Kasseler Krankenhaus behandelt.

Aktualisiert um 12.27 Uhr

Die Beamten des Polizeireviers Süd-West werden bei ihren Ermittlungen von einem Unfallgutachter unterstützt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte die 14-Jährige die Gleistrasse an einer Stelle überschritten, wo sie nicht betreten werden darf.

Die Jugendliche war zu Fuß über einen Trampelpfad an der Dürerstraße Richtung Maximilian-Kolbe-Straße unterwegs gewesen. Sie durchquerte zunächst eine kleine Grünanlage an der Dürerstraße, betrat daraufhin den aufgeschotterten einspurigen Gleisbereich und übersah offenbar die von rechts herannahende Straßenbahn der Linie 7, die von Kassel Richtung Baunatal fuhr.

Den Beamten zu Folge leitete der Straßenbahnfahrer noch eine Gefahrenbremsung ein, konnte die Tram aber nicht mehr rechtzeitig anhalten. Auch auf Klingeln, so der Fahrer gegenüber den Beamten, habe die Jugendliche nicht reagiert.

Die Fußgängerin wurde frontal von der Tram erfasst, anschließend neben die Gleisanlage und dabei schwer verletzt. Die 14-Jährige wird seitdem stationär in einem Kasseler Krankenhaus behandelt. An der Straßenbahn ging die Windschutzscheibe zu Bruch.

Laut Zeugenaussagen trug die 14-Jährige während des Betretens der Gleisanlage Kopfhörer. In wie weit die Schülerin dadurch abgelenkt wurde, ob beim Musikhören oder Telefonieren, ist Gegenstand der Ermittlungen.

In Folge des Unfalls war der Straßenbahnverkehr an der Unfallstelle für etwa eineinhalb Stunden gesperrt. Erst ab 18 Uhr wurde der Schienenverkehr an dieser Stelle wieder in Betrieb genommen.

Das Geschehen erinnert an einen tragischen Unfall im März 2012 in Kassel, bei dem ein 15-Jähriger ums Leben kam. Der Jugendliche hatte möglicherweise eine Bahn an der Holländischen Straße übersehen und überhört, weil er mit Kopfhörer Musik hörte. (abg/ket/sok)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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