Helga Neukirchen (73) legt ihr Buch „Monopoly des Lebens“ vor

Straßennamen regten zum dritten Roman an

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Mit Lesezeichen an besonderes interessanten Stellen: Helga Neukirchen und ihr Buch „Monopoly des Lebens“.

Baunatal. Hannah findet ein altes Monopoly-Spiel, liest die Straßennamen – und sofort fallen ihr Ereignisse ihres Lebens ein. Das ist die Idee des neuen Buchs von Helga Neukirchen aus Großenritte.

Mit „Monopoly des Lebens“ legt die 73-Jährige ihr drittes Werk vor, dass zwar als Roman deklariert, aber auch zu lesen ist.

Nein, autobiografisch sei das Buch nicht, sagt Neukirchen. Aber: „Man schreibt nur, was man kennt“, so schiebt sie nach. Und natürlich habe die Hauptperson Hannah, wie Neukirchen bereits Großmutter, einige Züge der Autorin. Dazu gehörten die Grundsätze: Zunächst das Gute im Menschen sehen und das Leben so nehmen, wie es ist. Außerdem: „Ich träume auch gern vor mich hin, wie Hannah“, ergänzt Neukirchen. Darüber hinaus sei zum Beispiel ihre Liebe zu Afrika eingeflossen.

„Man schreibt nur, was man kennt.“

Das Bild des Monopoly wählte die 73-Jährige nicht, weil man im Spiel Reichtümer anhäufen kann. Es ging ihr um die Namen. Das Leben werde als Straßenkarte dargestellt, sagt sie, man könne im Nobelviertel, in einer Mietskaserne und auch schnell im Gefängnis landen. Die Schlossallee beispielsweise verbindet Neukirchen mit der Adresse einer Klassenkameradin während der eigenen Schulzeit in Leipzig.

„Mir fällt ein Satz ein, und dann stricke ich eine Geschichte drumherum“, so entstehen die Kapitel der Bücher. Ergänzend recherchiert Neukirchen in Lexika und im Internet, damit die Fakten stimmen. Nach ihrer eigenen Einschätzung ist ihr nun „das fröhlichste Buch“ gelungen, gefüllt mit positivem Denken, mit vielen Stellen zum Schmunzeln und mit einigen Gedichten. Obwohl manche Stellen an einen Krimi erinnern.

Hobby kostet Geld

Geld verdienen lässt sich mit dem Schreiben übrigens nicht. Im Gegenteil: Zwar übernimmt der Verlag alles Organisatorische bis hin zur Werbung, aber der Autor zahlt dafür auch. Helga Neukirchen vergleicht es mit anderen Hobbys, für die man auch Geld ausgeben müsse.

Eine Auflage von 300 Exemplaren wurde gedruckt. Ein viertes Buch will Helga Neukirchen, die viele von ihrem Engagement in der Baunataler Flüchtlingsinitiative Iasa kennen, eigentlich nicht mehr schreiben. Aber auch nach Nummer drei habe sie wieder viel Ermutigung erhalten, es doch zu tun, sagt sie. Offenbar mit Wirkung: „Wenn die Idee angeflogen kommt...“, diesen Halbsatz lässt sie unvollendet stehen.

Helga Neukirchen, Monopoly des Lebens, Roman, 282 Seiten, ISBN 978-3-89774-871-1, 15,90 Euro, im Buchhandel.

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