IG Metall zieht Bilanz

Über 11.000 Mitarbeiter streikten bei VW in Baunatal

Kassel/Baunatal. Über 11.000 Beschäftigte beteiligten sich an dem Warnstreik im VW-Werk Kassel in Baunatal am Donnerstag.

Diese Zahl teilten IG-Metall sowie stellvertretende Betriebsratsvorsitzende Ulrike Jakob am Freitag mit. Es war der erste Warnstreik der IG Metall an dem nordhessischen Standort seit 2004.

Die Beteiligung sei überwältigend gewesen, betonten Jakob und Betriebsratsvorsitzender Carsten Bätzold im Gespräch mit der HNA. Gleich an drei Punkten des Baunataler Werkes wurde bei Kundgebungen über die Tarifverhandlungen informiert: Am Haupttor, am Original-Teile-Center (OTC) und an der Aggregateaufbereitung an der Lilienthalstraße in Kassel.

Die Arbeit wurde im VW-Werk jeweils zwei Stunden vor dem Ende der jeweiligen Schicht niedergelegt. Unter anderem geht es den Arbeitnehmern um sechs Prozent mehr Lohn sowie die Festschreibung von 1400 Lehrstellen bundesweit.

Unter den Beschäftigten sei eine Unzufriedenheit zu spüren, sagte Jakob. „Den Leuten reicht es. Die Leute haben darauf gewartet, dass es mal rappelt.“ Laut Mitteilung der IG Metall beteiligten sich in den deutschen VW-Standorten 50.000 Beschäftigte an dem Warnstreik. Die Verhandlungen zum VW-Haustarif sollen am 20. Februar fortgesetzt werden.

IG Metall Streik 2018 im VW-Werk Kassel

Baunatal Volkswagen VW-Werk Warnstreik der IG Metall vor dem HaupttorFoto: Kühling
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Im Kasseler Mercedes-Benz-Achswerk wurde am Freitag gestreikt. Einen Tag zuvor, am Donnerstag, begannen Mitarbeiter unter anderem von Rheinmetall, Bombardier und Flexonics ihren Ausstand.

Rubriklistenbild: © Kühling

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