Bilanz der Fuldataler Wehren – Bürgermeister mahnt konsequentere Jugendarbeit an

Stress mit Unfällen und Unwetter

Für die Jugendwehren zuständig: Michael Stahl.

Fuldatal. Für die Freiwilligen Feuerwehren Fuldatals war 2014 ein hartes Jahr. 206-mal hätten die Wehren zu Einsätzen ausrücken müssen, deutlich öfter als im Jahr davor, sagte Gemeindebrandinspektor Stephan Bader während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Wehren im Fuldataler Forum.

Die Feuerwehr hatte Stress mit Unfällen und – vor allem – dem Unwetter vom 19. Juni. „Die Unwetterlagen werden immer mehr“, sagte Bader. Ein Sorgenkind sei dabei Knickhagen: „Der Ort lief quasi voll“, meinte Fuldatals oberster Brandschützer.

Die Zahl der Unfälle sei zwar nicht angestiegen, dafür aber die schweren Kollisionen. „Das sind oft Frontalzusammenstöße“, erklärte Bader. Zugenommen hätten auch die Fälle, in denen die Wehrleute Wohnungstüren öffnen mussten, um hilflose Personen zu retten. Da mache sich die wachsende Zahl alter, alleinlebender Menschen bemerkbar. Auch der Gefahrstoff-ABC-Zug hatte 2014 gut zu tun. Mehr als 2600 Einsatzstunden hätten Fuldataler Wehrleute bei den Einsätzen, Übungen und Fortbildungen geleistet, berichtete Klaus Wartenberg.

Die Wehren konnten 2014 die Zahl ihrer Aktiven leicht von 188 auf 192 Einsatzkräfte steigern. Die Aktiven haben laut Bader allen 15000 Stunden für die Standardausbildung abgeleistet und 130 Lehrgänge besucht. Erfreulich seien die neun „Seiteneinsteiger“, die man gewonnen habe, sagte Erich Ueckert, Baders Stellvertreter.

Auch für die Jugendfeuerwehren zeichnete deren Jugendwart Martin Stahl ein positives Bild und zählte eine Reihe erfolgreicher Aktivitäten auf. Allerdings ist der Brandschutznachwuchs von ehemals rund 100 Mitgliedern auf 78 geschrumpft. Da wolle man bald etwas tun, erklärte Stahl.

Bürgermeister Karsten Schreiber übte scharfe Kritik. In einigen Ortsteilen seien die Jugendwehren zu schwach. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Jugendarbeit nicht vernachlässigen“, sagte der Verwaltungschef. Das gleiche gelte für die Öffentlichkeitsarbeit der Fuldataler Feuerwehr. Für diese ergäben sich neue Chancen, weil Fuldatal ständig Neubürger gewinne.

Für seinen mehr als 25-jährigen aktiven Dienst als Wehrführer und Vereinsvorsitzender erhielt Michael Patzke (Knickhagen) die goldene Wappenehrennadel der Gemeinde. Ralf Rehbaum (Rothwesten) wurde mit Silber ausgzeichnet. Martin Eberhardt (Simmershausen) bekam die bronzene Ehrennadel und das silberne Brandschutzehrenzeichen.

Von Peter Dilling

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