Stadt Baunatal erwartet Lieferung erst Anfang Februar – Probleme auf Nebenstraßen

Streudienst: Splitt statt Salz

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Streuen auf dem Europaplatz: Immer wieder sind die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes unterwegs, wie hier in einem früheren Jahr Irma Kinas und Waldemar Eslinger.

Baunatal. Die Stadt Baunatal hat – wie viele andere Kommunen – mit Streusalzmangel zu kämpfen. Das berichtet Bernd Kühne, Leiter des Fachbereichs Bauen. „Wir streuen derzeit nur mit Splitt und Granulat“, sagt er.

Eine Streusalzlieferung für den Bauhof sei von den Lieferanten erst für Anfang Februar angekündigt. „Trotz intensiver Bemühungen.“

Die Situation ist für den Bauhof, der die städtischen Straßen und Wege freiräumt, nicht ganz einfach. Schließlich zeigt sich der Winter in diesen Tagen noch einmal von seiner harten Seite. Eis und festgefrorener Schnee machen das Fahren auf Straßen und Laufen auf Gehwegen schwierig. Vor allem auf den Nebenstraßen spürt man die Folgen der weißen Pracht.

Behelfen will sich die Stadt beim Streuen auf den Wegen in der Zwischenzeit mit feuchtem Steinsalz. Dies könne man aber nur per Hand verteilen, sagt der Fachbereichsleiter. Für die Streufahrzeuge sei das Salz nicht geeignet.

Probleme haben die Einsatzkräfte derzeit mit dem Freihalten der Nebenstraßen. Die großen Fahrzeuge kämen aufgrund der tiefen Rinnen nicht durch, erläutert der Experte. Die Schneepflüge setzten mit ihren Räumschilden auf dem hartgefrorenen Schnee auf. Diese rutschten dann nur über den Schnee und machten die Straßen eher noch glatter.

Grundsätzlich wird in Baunatal weiter nach einem festsen Streuplan gearbeitet. An erster Stelle stehen laut Kühne Gefällstrecken und Straßen, auf denen Busse fahren. An zweiter Stelle gehe es darum, alle Hauptstraßen frei zu halten. „Die werden von uns auch noch gestreut und geräumt.“ Lediglich auf den Nebenstraßen sei das Räumen aufgrund der zuvor genannten Probleme nicht mehr möglich.

Immer wieder gibt es aus der Bevölkerung Kritik über Glätte auf dem Marktplatz. „Wir räumen ein Wegenetz“, sagt Kühne dazu. Außen um den Marktplatz herum und Diagonal zwischen Post und Herkules gebe es freie Wege. „Wir können nur an die Fußgänger appellieren, diese zu nutzen.“ Das ohnehin manchmal glatte Pflaster auf dem Platz versuche man durch den Einsatz von Splitt und Granulat abzustumpfen.

In erster Linie will Bernd Kühne aber Fußgänger und Autofahrer für die aktuelle Situation sensibilisieren: „Die winterlichen Verhältnisse verlangen von allen besondere Achtsamkeit und ein besonderes Verhalten sowie gegenseitige Rücksichtnahme.“

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