Nach mildem Winter: Streusalz gibt es im Überfluss

Das reicht noch lange Zeit: Der Vellmarer Bauhof-Leiter Günter Pleyer vor dem Salzberg, der zusätzlich zur üblichen Menge vor dem Winter in einer Halle des Bauhofes eingelagert worden war.

Vellmar/Fuldatal/Ahnatal/Espenau. Wo im harten Winter 2010/2011 in Sachen Streusalz der große Mangel herrschte, da reicht der silbrig-weiße Berg heute noch fast bis zur Decke der Halle auf dem Gelände des Vellmarer Bauhofs.

Der vergleichsweise milde Winter machte es möglich. „Wir sind weniger als 50 Prozent der üblichen Einsätze gefahren“, bilanzierte jetzt Bauhof-Leiter Günter Pleyer. Nur an 27 Tagen mussten die Streufahrzeuge ausrücken, an 56 Tagen wurden Kontrollrunden wegen Glättegefahr gedreht.

Das bedeutet Streusalz im Überfluss. Denn nach den strengen Wintern hatte sich auch der Vellmarer Bauhof mit weiteren Vorräten eingedeckt. Zusätzlich zu den 125 Tonnen Salz - das entspricht etwa fünf Lastzügen - in den zwei Silos wurden noch einmal 225 Tonnen vom Deutschen Straßendienst (K+S) geordert. Zur Lagerung wurde dafür die alte Salzhalle wieder aktiviert. Von dem zusätzlichen Streusalz wurden laut Pleyer in diesem Winter aber nur 75 Tonnen (drei Lastzüge) verbraucht. Im Vorwinter waren es noch rund 500 Tonnen. Dabei liegt der Preis pro Tonne Salz von Anfang Oktober bis Ende März bei rund 80 Euro.

Dass das Salz jetzt nach längerer Lagerung verrottet und damit wertlos wird, ist jedoch nicht der Fall. „Das hat kein Verfallsdatum“, sagt Pleyer. Wenn es trocken gelagert werde, halte es noch Jahre. Außerdem werde dem Salz ein Mittel beigemischt, das Klumpenbildung verhindere.

Auch andere Kommunen hatten keine Salzprobleme. Das kam besonders der Straßenmeisterei Espenau entgegen, die ihre Kapazitäten einschränken musste, weil dort gerade eine neue Salzhalle gebaut wird. Auch der Zweckverband kommunale Dienste (ZKD) Espenau-Immenhausen konnte in diesem Winter Salz sparen. Die Füllmenge wurde nicht erhöht, das Salzsilo mit 50 Tonnen gefüllt. Nur zehn bis 15 Tonnen wurden am Ende gestreut.

Die Gemeinde Ahnatal hatte zu Beginn des Winters ihre zwei Silos mit 80 Tonnen Streusalz gefüllt und als Reserve noch 72 Tonnen in Säcken dazugekauft. Gestreut werden mussten am Ende aber nur 30 Tonnen. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen Winter werden sonst 75, in strengen Wintern jeweils 175 Tonnen ausgefahren, erläuterte Bürgermeister Michael Aufenanger. 30-mal rückte dort das Streufahrzeug aus.

Anders als in den Vorjahren hat Fuldatal kein Streusalz nachordern müssen. Vor dem Winter waren 100 Tonnen eingelagert worden. Über 50 Tonen seien derzeit noch vorrätig, heißt es aus dem Rathaus der Gemeinde.

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