Baunatal, Schauenburg und Fuldabrück haben ein 150-Tonnen-Lager in Großenritte geschaffen

Streusalz-Reserve liegt im Wald

Vorrat für strenge Winter: Die Bauhofleiter Raimund Scholibo (Schauenburg, von links), Jörg Kuhaupt (Fuldabrück) und Karl Stock (Baunatal) nehemn symbolisch gemeinsam die Schippen am Salzlager bei Großenritte in die Hand. Foto: Kühling

Baunatal/Schauenburg. In den vergangenen beiden Wintern ging in vielen Gemeinden und Städten das Streusalz aus. Nachschub gab es von den Lieferanten nur sporadisch. Damit es künftig bei viel Schnee und Eis eine Reserve für die kommunalen Straßen gibt, haben sich Baunatal, Schauenburg, und Fuldabrück zusammengeschlossen. 150 Tonnen Salz lagern sie für Notfälle in einer Halle oberhalb von Großenritte ein.

„Die drei Kommunen behalten alle ihre eigenen Lager“, erläutert Baunatals Erste Stadträtin Silke Engler-Kurz. Erst wenn diese Vorräte verbraucht sind, greifen die Bauhöfe auf die Reserve zurück.

Und so sieht der eigene Vorrat der Bauhöfe aus: • Baunatal: 100 Tonnen Salz im Silo, 200 Tonnen im Lager, • Schauenburg: 160 Tonnen im Silo und in loser Lagerung, • Fuldabrück: 30 Tonnen im Silo ( neues Silo mit 50 Tonnen Kapazität für 2012 ist in Planung).

Fast 300 Kilometer Straße

Die Mitarbeiter des Baunataler Bauhofes haben mit ihren Räumfahrzeugen 130 Kilometer örtliche Straßen zu bedienen, in Schauenburg sind es 70 Kilometer, in Fuldabrück 81 Kilometer.

Die Zusammenarbeit der Bauhöfe mit dem neuen Lager in Großenritte habe einige Vorteile, sagen Engler-Kurz, Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler und Fuldabrücks Beigeordneter Helmuth Sohle. So lasse sich mit mehr Kommunen am Verhandlungstisch beim Salzeinkauf bei den Lieferanten ein besserer Preis erzielen. Derzeit koste die Tonne Salz, so die Bauhofleiter der Kommunen, etwa 73 Euro. Die 150 Tonnen zusätzlicher Vorrat soll von den Bauhöfen unbürokratisch genutzt werden.

Wenn beispielsweise in Fuldabrück wegen der geringen eigenen Vorräte das Salz ausgehe, könne die Gemeinde über ihre eigene 50-Tonnen-Reserve aus dem Lager in Großenritte auch mal 25 Tonnen von Baunatal haben, nennt Baunatals Bauhofleiter Karl Stock ein Beispiel.

800 Euro Miete

800 Euro Miete müssen die Kommunen pro Jahr für die Lagerhalle zahlen. Das Gebäude gehört den Waldinteressenten Großenritte. Die Vorteile der Zusammenarbeit nutzen, sollten übrigens ursprünglich noch weitere Kommunen. Auch Söhrewald, Lohfelden, Edermünde, Gudensberg nahmen an Gesprächen teil. Laut Baunatals Erster Stadträtin haben sich diese jedoch mittlerweile für andere Lösungen für den Winterdienst entschieden.

Von Sven Kühling

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