Nach Dekra-Kritik: Evangelische Gemeinde Niederkaufungen saniert ihre Kirche

Strom für sichere Strahler

Ins rechte Licht gerückt: Pfarrer Gottfried Bormuth ist zufrieden. Die Strahler haben jetzt ihren festen Platz über der Empore. Auch der Kabelsalat ist damit Geschichte. Das kleine Bild links zeigt die Außenansicht der Niederkaufunger Kirche. Fotos: Laumann/Archivfoto: Nockert

Kaufungen. Wer die Veränderungen sehen will, muss genau hinschauen. Sie hängen an der Decke, verbergen sich hinter kleinen Kästen und stehen unter den Bänken. Pfarrer Gottfried Bormuth ist es ganz recht, dass sie Besuchern der evangelischen Kirche Niederkaufungen nicht auf den ersten Blick auffallen.

„Wir wollten die neue Technik haben, aber nicht so, dass sie direkt ins Auge sticht“, sagt er über Lichtanlage, Leinwand und Lautsprecher, die augenfälligsten Neuerungen.

Die evangelische Gemeinde hat in den vergangenen Wochen ihre gut 700 Jahre alte Kirche saniert. Auf dem Aufgabenzettel standen alle Elektroinstallationen.

Auslöser war eine Untersuchung der Dekra. Sie hatte im Herbst vergangenen Jahres im Auftrag der Landeskirche den technischen Zustand der Gotteshäuser unter die Lupe genommen. Ihr Urteil: Viele Installationen der Niederkaufunger Kirche entsprachen nicht mehr den Sicherheitsanforderungen. Die Dekra bemängelte die Elektroheizung, die Glockensteuerung, die Haupt- und Umverteilung sowie die Verkabelung der Lautsprecher- und der Scheinwerferanlage.

Die Gemeinde reagierte, der Kirchenvorstand beschloss die Renovierung. Die 50 Jahre alten Heizungsrohre wurden erneuert, ebenfalls die Haupt- und Umverteilung, die Glockensteuerung wurde auf den neuesten Stand gebracht, die Strahler fest installiert. Hinzu kamen neue Lautsprecher und eine fest angebrachte Leinwand. „Die neue Technik nutzen wir oft in unseren modernen Gottesdiensten, wenn Bands spielen oder wir über einen Beamer Bilder und Texte zeigen“, erklärt Bormuth.

Die Kosten: etwa 70 000 Euro. Die Gemeinde trägt den Großteil. „Wir haben in den vergangenen Jahren Rücklagen für Baumaßnahmen gebildet“, erklärt Bormuth. Der Pfarrer rechnet zudem mit Zuschüssen vom Kirchenkreis.

Während der Hauptarbeiten war die Kirche geschlossen. Den Gottesdienst feierten die Gläubigen im Gemeindehaus.

Rechtzeitig zu einer Trauung konnte die Kirche wiedereröffnet werden. „Die restlichen Arbeiten erfolgen im laufenden Betrieb“, sagt der Pfarrer. In Kürze soll alles fertig sein. Vorerst. Denn im nächsten Jahr geht es weiter. Dann erhält das Kircheninnere einen neuen Anstrich.

Von Anke Laumann

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