Rathaus: Planung an A 44 schreitet zügig voran – Parlament entscheidet am 22. März

Strom aus Solarpark ab Juli?

So könnte es aussehen: Bei Freilandanlagen werden die Solarmodule auf Ständer gestellt. Unser Archivfoto stammt aus einem privaten Solarpark an der A 49 bei Baunatal. Archivfoto: Kühling

Schauenburg. Das Gemeindeparlament in Niestetal hat dem Aufbau eines Solarparks an der Autobahn 7 jetzt eine Absage erteilt. Diese Gefahr sieht Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler (CDU) für eine an der Autobahn 44 bei Elgershausen geplante Freilandanlage nach derzeitigem Stand nicht. Sie gehe davon aus, sagt sie, „dass die Anlage zum 1. Juli steht“. Die Rathauschefin berichtete von zügigem Fortschritt der Planungen. Im November hatte das Schauenburger Gemeindeparlament das Aufstellen eines Bebauungsplanes für das Projekt beschlossen. Inzwischen befasse sich der Zweckverband Raum Kassel (ZRK) mit der Angelegenheit, so Gimmler.

In der Parlamentssitzung am 22. März solle dann die Gemeindevertretung endgültig über den Bebauungsplan beraten und beschließen. Bei einem Ja wäre der Weg zum Aufbau eines Solarparks mit Modulen auf Ständern frei. Ein Investor plant die Anlage auf einer 4,5 Hektar großen Fläche rechts und links der Autobahn zwischen Elgershausen und Kassel-Wilhelmshöhe.

Bisher wird das Gelände größtenteils landwirtschaftlich genutzt. Bürger sollen sich finanziell an dem Projekt beteiligen können. Im Moment sehe sie nichts, was gegen die Pläne des Investors spreche, sagt die Bürgermeisterin. Und der Bauherr wolle das Projekt schon deshalb zügig vorantreiben, weil sich ab 1. Juli die Vergütungen für das Einspeisen von Solarstrom verschlechterten.

Bei Elgershausen ist eine Fotovoltaikanlage mit 2,3 Megawatt Leistung geplant. In Niestetal stand ein Solarpark mit 0,37 Megawatt auf einer Fläche von 0,84 Hektar zur Diskussion. Das heißt, die Schauenburger Anlage würde etwa sechsmal so groß wie die für Niestetal geplante. Zur Begründung für die Ablehnung im dortigen Parlament hatten die Fraktionen einhellig die Nähe zur Wohnbebauung in Sandershausen genannt. Außerdem füge sich die Anlage in der Nähe des Wichtelbrunnenbades nicht in das Landschaftsbild ein. Nach der Parlamentssitzung im März, so kündigt Gimmler an, werde es zeitnah eine Info-Veranstaltung für die Bürger geben.

Von Sven Kühling

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