Stromnetze: Gemeindevertreter stimmen Kooperation mit Eon zu

Zentrale in Düsseldorf: Grünes Licht gab es in Espenau für das Kooperationsmodell mit dem Energiekonzern Eon.

Espenau. Die Espenauer Gemeindevertreter haben mit den Stimmen der SPD-Mehrheitsfraktion während ihrer jüngsten Sitzung am Montag den Weg für ein vom Energiekonzern Eon Mitte und 24 regionalen Kommunen gemeinsam zu gründendes Versorgungsnetz zum Betrieb der Stromnetze freigemacht.

Nach dem Auslaufen der Konzessionsverträge mit Eon am 31. Dezember dieses Jahres wollen diese 24 Gemeinden und Städte 51 Prozent an dem Versorgungswerk halten, der strategische Partner Eon bekommt 49 Prozent.

Der Abstimmung waren eine längere Debatte und zwei Sitzungsunterbrechungen vorausgegangen. Die CDU-Fraktion plädierte noch einmal für einen neuen Konzessionsvertrag mit Eon Mitte. Alles andere sei für die Gemeinde zu riskant, meinte der Unionsfraktionschef Gerrit Langhans. Man wisse nicht, wie viel Geld die Gemeinden in die Stromnetze investieren müssten und wie sich sich der Strompreis entwickele. „Der Bürger hat unter dem Strich nichts davon“, sagte der Christdemokrat. Bürgermeister Michael Wielert (SPD) widersprach Langhans. „Wir kaufen nicht die Katze im Sack“, sagte er.

Zuvor war die FWG, die ohne ihren Fraktionschef Wilfried Reh an der Sitzung teilnahm, mit einem Antrag gescheitert, der Espenau bei dem geplanten Kooperationsmodell mit Eon mehr Einfluss sichern sollte: Unabhängig von ihrer Größe solle jede Kommune nur eine Stimme in der geplanten Beteiligungsgesellschaft haben. Außerdem bedürften alle Entscheidungen, die nicht unmittelbar mit dem Netzbetrieb zu tun haben, der Zustimmung sämtlicher Gemeinden. Diese Forderung sei unrealistisch, hieß es vonseiten der SPD dazu.

Die Grüne Liste Espenau enthielt sich der Stimme. Man habe Probleme mit dem von den übrigen Partnern favorisierten Partner Eon Mitte, sagte Fraktionschef Robert Palandt. (pdi)

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