Wielert verabschiedet

Strzoda legte den Eid ab - Neuer Bürgermeister zieht nächste Woche ins Rathaus ein

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Voller Saal: Mehr als 200 Gäste, darunter viele Bürgermeister, verfolgten in der Espenauer Feuerwache den Stabwechsel an der Spitze der Verwaltung. Vorn links hört Susanne Baberuxki (Freie Wähler Espenau) der Abschiedsrede von Michael Wielert zu. Fotos: Dilling

Espenau. Der Stabwechsel an der Spitze der Gemeindeverwaltung von Espenau ist vollzogen, auch wenn der Neue erst nächste Woche in seinem Dienstzimmer im Rathaus Platz nimmt.

Am Montagabend wurde Carsten Strzoda vor mehr als 200 Gästen aus der Kommunalpolitik, darunter Landrat Uwe Schmidt und Vizelandrätin Susanne Selbert, im Saal der Feuerwache vom Gemeindevertretungsvorsitzenden Jürgen Knauf (SPD) vereidigt, nachdem der scheidende Bürgermeister Michael Wielert (SPD) seinem Nachfolger die Ernennungsurkunde überreicht hatte.

Die Gemeindevertretung blicke mit großer Neugier aber auch Vertrauen darauf, wie es der Neue angehen werde, sagte Knauf. Schließlich habe man mit parteilosen Bürgermeistern keine Erfahrung. Die SPD war bei der Bürgermeisterwahl mit einem eigenen Kandidaten deutlich gescheitert

Das war offensichtlich bei der feierlichen Amtsübergabe vergessen. In aufgeräumter Stimmung, mit leichtem Wehmut im Blick, wünschte Wielert seinem Nachfolger ein „glückliches Händchen“ bei seiner Arbeit. Und Strzoda macht in seiner Antrittsrede deutlich, dass er so viel nicht anders machen wird. „Im Wünschenswerten das Machbare erkennen“, so laute seine Devise, sagte der 40-jährige, der heute seinen letzten Arbeitstag als Hauptamtsleiter in Grebenstein hat. Das von Wielert ausgegebene Versprechen eines ausgeglichenen Haushalts will der gebürtige Kasseler einlösen. Espenau wolle er als attraktiven Wohnort für junge Familien wie ältere Menschen gleichermaßen zukunftsfähig machen, dabei setze er auf Teamarbeit. Neu ist allerdings die Bürgerfragestunde die Strzoda jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr abhalten will.

Wielert genoss den großen Bahnhof zu seiner Verabschiedung sichtlich. „Die zwölf Jahre waren eine schöne Zeit“, sagte er. Die große Schar der Gäste, unter denen sich auch viele Kollegen Wielerts befanden, zeige, „dass wir in den letzten zwölf Jahren wohl nicht so viel Blödsinn gemacht haben“, sagte er. Sein Abschiedsgeschenk dürfte er kaum ohne Hilfe mit nach Hause genommen haben: Die Gemeindevertreter hatten ihm eine rustikale Sitzecke aus Holz für den Garten besorgt.

Für die Unterhaltung bei der Feier sorgten unter anderem Kinder der Grundschule Espenau mit Liedern und Tänzen.

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