Studentenjobs: So klappt’s mit dem Nebeneinkommen

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Lukrative Studentenjobs finden Sie nicht nur am Schwarzen Brett in der Uni, sondern auch auf Websites von Unternehmen oder im eigenen Netzwerk.

Rund 500.000 Studierende starten jedes Jahr an deutschen Hochschulen ein aufregendes neues Leben. Oft müssen Miete, Lebensmittel und Lernunterlagen selbst finanziert werden. Deshalb nehmen viele einen Nebenjob an. Wir haben Tipps, wie Sie Studentenjobs finden und was Sie dabei beachten sollten.

Spannende Studentenjobs finden

Das Kellnern gehört nach wie vor zu den beliebtesten Studentenjobs. Daneben gibt es zahlreiche weitere kreative Nebenbeschäftigungen für Studenten. Straßenbahnfahrer, Museumsführer oder Hochzeitsfotografen gehören dazu. Noch ungewöhnlicher ist ein Job als On-Board-Kurier: Per Flugzeug transportieren Sie wertvolle Waren um die ganze Welt.

Ihre erste Anlaufstelle für einen Nebenjob sollte das Schwarze Brett Ihrer Universität sein. Meist bietet die Uni eine eigene Jobbörse an. Auf der Suche nach ungewöhnlichen Jobs sollten Sie auch die Websites von Unternehmen durchforsten. Es lohnt sich zusätzlich, die Augen und Ohren offen zu halten: Hören Sie sich in Ihrem Bekanntenkreis um und erzählen Sie auch Verwandten und Freunden, dass Sie auf Jobsuche sind.

Stolperfalle Krankenversicherung

Bevor Sie einen Studentenjob annehmen, prüfen Sie Ihre Krankenversicherung. Viele Studenten sind bis zu ihrem 25. Geburtstag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ihrer Eltern mitversichert. Allerdings müssen sie dann mindestens bis zu ihrem Studienabschluss und auch nach Vollendung des 25. Lebensjahres bei dieser Krankenversicherung bleiben. Danach haben sie nur noch die Wahl zwischen der gesetzlichen Krankenkasse ihrer Eltern oder einer anderen gesetzlichen Krankenversicherung.

Aber Achtung: Die gesetzliche Familienversicherung können Studenten unter 25 nur nutzen, wenn sie kein regelmäßiges Einkommen über 375 Euro monatlich haben. Geringfügige Beschäftigungen dürfen die 450 Euro-Grenze nicht übersteigen. Anderenfalls müssen sich Studierende mit Studentenjobs eigenständig gesetzlich pflichtversichern.

So hoch sind die Verdienstgrenzen

Der gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro gilt auch für Studentenjobs. Die Arbeitszeiten müssen dafür genau dokumentiert werden. Überprüfen Sie deshalb, ob Sie in Ihrem Nebenjob nicht zu viel verdienen. Sonst zahlen Sie am Ende drauf. Denn werden bei Studentenjobs die gesetzlich festgelegten Verdienstgrenzen überschritten, werden Steuern und Sozialabgaben fällig. Sogar der BAföG- und Kindergeldanspruch kann wegfallen.

Das sind die wichtigsten Grenzen:

  • 400 Euro pro Monat: Hier fallen keinerlei Steuern oder Sozialabgaben an. Es sei denn, Sie haben mehrere Minijobs und kommen insgesamt über die 400-Euro-Grenze.
  • Mehr als 400 Euro monatlich: Ihr Arbeitgeber benötigt Ihre Lohnsteuerkarte. Ihnen werden Steuern vom Gehalt abgezogen, die Sie sich in der Regel mit der Steuererklärung zurückholen können.
  • Bis 4.800 Euro pro Jahr: Daraus ergibt sich eine monatliche Grenze von 400 Euro. Hier kann das BAföG-Amt einen Strich durch die Rechnung machen. Am besten beim Studentenwerk beraten lassen!
  • Bis 8.004 Euro im Jahr: Jeder Arbeitnehmer muss ab dieser Verdienstgrenze Steuern zahlen. Zusätzlich wird das Kindergeld gestrichen. Achtung: Bei der Berechnung zählt auch der Zuschussanteil beim BAföG mit.

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