Heckershäuser Kirche hat wieder eine Turmuhr

Stück Vergangenheit ist jetzt zurück

Arbeiten in zwölf Meter Höhe: Horst Kleinschmidt (links) und Edgar Rühl montieren die Uhr an der Nordseite der Heckershäuser Kirche. Foto: Kisling

Ahnatal. Nach 58 Jahren trägt die evangelische Kirche in Heckershausen wieder eine Kirchenuhr an ihrer Fassade. Auf Initiative des Geschichtsvereinsmitglieds Erwin Ullrich und mit tatkräftiger Hilfe von Edgar Rühl und Horst Kleinschmidt, die beide ebenfalls im Geschichtsverein tätig sind, sowie dem Elektriker Helmut Homburg wurde die einen Quadratmeter große Uhr auf der Nordseite der Kirche befestigt.

Nach einstündiger Arbeit glänzten die römischen Ziffern an der Wand. Der Ahnataler Organist Horst Schönewald hatte die Funkuhr gespendet, die jetzt in zwölf Meter Höhe die Tageszeit wiedergibt. Die Zeiger und das Ziffernblatt vor dem schwarzen Metallhintergrund sind vergoldet. „Durch die Vergoldung wird das Material langlebiger. Schließlich sollen noch ein paar Generationen etwas von der Uhr haben“, erklärt Ullrich.

Früher gab es bereits eine Uhr an der Fassade der Kirche. 1893 war diese aufgestellt worden und 60 Jahre lang funktionsfähig gewesen. Allerdings musste das Uhrwerk täglich von einem „Lütejungen“ aufgezogen werden. Lütejungen waren häufig Konfirmanden, die nach Einweisung des Pfarrers für das Läuten der Glocken zuständig waren. Um ein „Lütejunge“ zu werden, war meist eine halbjährige Ausbildung nötig.

1953 funktionierte die Uhr nicht mehr. In einem Schrank im Kirchturm wurde sie bis 2004 gelagert, ehe der Geschichtsarbeitskreis Spurensicherung Heckershausen sie im evangelischen Gemeindezentrum aufstellte, wo sie noch heute zu finden ist. An ihren Platz ist nun eine moderne Uhr getreten. (ptk)

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