Klaus Exner und Karsten Schreiber standen Rede und Antwort

300 Stühle reichten nicht aus: Großes Interesse am Lesertreff der HNA

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Weitere Stühle im Gepäck: Günter Maschke schafft Sitzgelegenheiten herbei. Weit über 300 Besucher kamen zum HNA-Lesertreff im Fuldataler Forum.

Fuldatal. Kompliment an die Fuldataler: Ihr Umfeld, ihr Lebensmittelpunkt ist ihnen wichtig. Und damit ist das Interesse am künftigen Bürgermeister der Gemeinde groß. Zumindest beim Lesertreff der HNA im voll besetzten Fuldataler Forum in Ihringshausen.

300 Stühle reichten nicht aus. Emsig wurden vor Beginn weitere Sitzgelegenheiten herbeigeschafft. Gemeinsam mit den Moderatoren, den HNA-Redakteuren Michael Schräer und Stefan Wewetzer, wollten viele Gäste den beiden Kandidaten für die Wahl am 9. September richtig auf den Zahn fühlen.

Klaus Exner (SPD) und Karsten Schreiber (CDU) standen Rede und Antwort zu vielen Dingen des Gemeindelebens – von Motivationsfragen für das Bürgermeisteramt über die Personalpolitik bis zur Entwicklung der Gewerbegebiete reichte die Themenpalette.

Das Bürgermeisteramt sei für ihn eine spannende berufliche Herausforderung, verriet der 46-jährige Unternehmer Schreiber zur Frage, warum er als Firmenchef jetzt Bürgermeister werden wolle. „Der Job ist heute mehr denn je ein Managementjob.“ Schreiber – der Macher.

Bürgermeisterwahl im Blick: HNA-Redakteur Michael Schräer (von links), die Kandidaten Klaus Exner (SPD) und Karsten Schreiber (CDU) sowie HNA-Redakteur Stefan Wewetzer sorgten für einen informativen Abend.

Und damit wurde gleich bei der ersten Runde der Unterschied der Kandidaten herausgekehrt. Der 56-jährige Exner, seit 1972 in der Fuldataler Verwaltung, seit 1990 Büroleiter, setzt eben auf genau diese Erfahrung – auch wenn es gegenüber Schreiber eher etwas trocken klang. „Bürgermeister müssen schon qualifiziert sein. Ein einfacher Managementjob ist das nicht“, sagte Exner. Schreiber entgegnete später: „Ich glaube nicht, dass wir an der Spitze noch einen Oberverwalter brauchen.“

Kommunalpolitik ganz konkret: Müsse die Gemeinde bei einem aktuellen Haushaltsdefizit von 1,8 Millionen Euro nicht gründlich abspecken, fragte Michael Schräer. Für Klaus Exner geht dies nur Schritt für Schritt. An erster Stelle stehe eine intakte Gemeinde. Und die gebe es nur mit Kindergartenplätzen, Sportplätzen und Dorfgemeinschaftshäusern. Stellen in der Verwaltung werde er als Bürgermeister nicht abbauen.

Ganz im Gegenteil zum CDU-Kandidaten. „Wenn 30 Prozent der Ausgaben Personalkosten sind, dann müssen wir darüber reden“, sagte Schreiber. Mittelfristig wolle er im Rathaus drei Stellen einsparen, sagte er.

In einigen Punkten herrschte Einigkeit: Kooperationen müsse die Gemeinde suchen, beispielsweise für den Bauhof, für die Kläranlage und mit Einrichtungen der Nachbarkommunen.

Schreiber will, dass sich Fuldatal eher nach Kassel orientiert als zum Reinhardswald. Exner will die Gemeinde in kleinen Schritten auf Vordermann bringen. Der Wähler entscheidet am Sonntag.

Von Sven Kühling

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