Stützkonstruktion für marode Brücken der A49

Baunatal. Die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil hat mit dem Aufbau von Stützkonstruktionen unter zwei maroden Brücken der A 49 bei Baunatal-Nord begonnen.

Bis September sollen zwei Stahlgerüste unter den Bauwerken nahe des VW-Werkes montiert sein. Diese sollen im Falle des Absackens der Brücken die Fahrbahn auffangen. Das Land Hessen investiert 430 000 Euro. Fest steht: Die Brücken werden abgerissen. Und die hunderttausende Euro teure Stützkonstruktion gleich mit.

Bis vor kurzem hieß es noch aus dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen (heute Hessen Mobil), dass mit dem Bau neuer Brücken vermutlich schon in zwei, drei Jahren begonnen werde. Dann wäre der jetzt errichtete Stützbau schnell wieder weg gewesen.

Inzwischen wirft die Behörde diesen Zeitplan über den Haufen. Zu viele Dinge spielten bei den Planungen eine Rolle. Beispielsweise könnte es sein, dass die A 49 in diesem Abschnitt dreispurig ausgebaut werde, erläutert Sprecher Gerd Bohne. Zum Ausbau auf drei Spuren liefen bereits Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium.

Vorbereitung: Auf der Straße, die ins Rengershäuser Buchenloh führt, haben die Arbeiten für den Aufbau der Stützkonstruktion unter der maroden Autobahnbrücke begonnen. Eine Fahrspur soll dem Stützgerüst zum Opfer fallen. Foto: Kühling

Viele Dinge müssten berücksichtigt werden, betont der Sprecher. „Das Verfahren ist sehr umfangreich.“ Deshalb sei es aussichtslos, dass die Brücken bald neu gebaut werden. „Das wird so schnell nicht kommen.“ Und so blieben die Stützen vermutlich länger stehen. Hessen Mobil weist darauf hin, dass die Stützen aus Gründen der Sicherheit notwendig seien. „Sicherheit herzustellen, das ist der Grundsatz“, sagt Bohne. Und: 430.000 Euro seien für zwei Stützkonstruktionen an zwei Brücken nicht unbedingt viel Geld.

Die beiden Brücken, eine überquert die Landesstraße in Richtung VW-Werk, die andere die Zufahrt ins Rengershäuser Buchenloh, sind vom gleichen Typ und stammen wohl aus den Anfängen der Autobahn.

Vor zwei Jahren wurden bei einer Routinekontrolle Schäden an den Betonbauwerken entdeckt. In einem ersten Schritt ordneten die Behörden auf der Autobahn ein Durchfahrtverbot für Lkw über 44 Tonnen und ein Überholverbot für Lastwagen an. Dann wurde beschlossen, dass Stützkonstruktionen unter der Autobahn installiert werden. Aufwendige Bodenuntersuchungen für den Aufbau der Stahlträger folgten.

Von Sven Kühling

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