Gelände für Straßenausbau – Bauarbeiten sollen nach Ostern beginnen

Experten suchen zwischen Sandershäuser Berg und A 7 nach Blindgängern

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Niestetal. Bevor die Arbeiten zum Ausbau der Straße "An der Autobahn" und der Erweiterung des Kreisels am Ortsrand von Heiligenrode beginnen, untersuchen Kampfmittelspezialisten das für die Straßenverbreiterung vorgesehene Gelände nahe der A7 auf gefährliche Hinterlassenschaften aus dem Zweiten Weltkrieg.

Am Montag begannen die Arbeiten dazu. Das Procedere ist bei großen öffentlichen Bauprojekten inzwischen üblich. Auslöser war ein tödlicher Zwischenfall vor einigen Jahren auf der A 3 bei Aschaffenburg. Dort hatte ein Bauarbeiter mit einer Maschine eine im Boden verborgene Bombe zur Explosion gebracht und war dabei ums Leben gekommen.

Im Bereich des Sandershäuser Bergs wurde in den vergangenen Jahren gleich mehrfach nach Blindgängern gesucht: im Zuge der Erschließung des Gewerbegebiets, bei der Erneuerung der A 7 und zuletzt vor dem Beginn der Nieste-Renaturierung zwischen der Autobahnbrücke und dem Naturerlebnisbad. Dabei standen den Experten Luftbilder zur Verfügung, die die Alliierten nach ihren Angriffen auf Kassel und Umgebung gemacht hatten.

Mit Sonden wurde nach metallischen Gegenständen im Boden gesucht. Auf dem Areal des Gewerbegebiets wurden seinerzeit mehrere Blindgänger entdeckt. An der Verbindungsstrecke zur A 7 werden die Kampfmittelbeseitiger noch diese Woche zugange sein. Geben sie grünes Licht, kann der Ausbau nach Ostern beginnen. Die Sandershäuser Straße wird dann halbseitig gesperrt. (ket)

Straße erschließt Gewerbegebiet

Der Ausbau der Sandershäuser Straße und der Straße An der Autobahn ist der letzte Bauabschnitt der südlichen Anbindung des Gewerbegebiets Sandershäuser Berg. Die Straße An der Autobahn wird auf sieben Meter verbreitert, der Geh- und Radweg auf der Ostseite wird drei Meter breit. Eine Lärmschutzwand soll die Anlieger schützen.

Der Kreisverkehr wird zu einem sogenannten Turbo-Kreisel mit Abbiegespur zur A7 umgebaut. An den Kosten von 1,8 Millionen Euro beteiligt sich das Land Hessen mit 517 000 Euro. (ket)

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