Vollmarshäuser Verein droht ohne Vorsitzenden die Auflösung

FSK sucht Chef

Blumen als Dank: Vereinsvorsitzender Udo Ewald (von links) würdigte das langjährige Mitglied Karl-Heinz Günther (50 Jahre im Verein) und die beiden Ehrenmitglieder Rudi Kausch und Robert Gerlach. Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Die Freie Sport- und Kulturgemeinde Vollmarshausen (FSK) hat erstmals in ihrer 115-jährigen Vereinsgeschichte mehr als 1500 Mitglieder. Trotz des unverkennbaren Aufschwungs und solider Grundstrukturen droht der FSK jedoch die Auflösung, falls die Suche nach einem neuen Vorsitzenden innerhalb der nächsten Wochen erfolglos bleiben sollte.

Dem Vorstand und den Mitgliedern des Vereins gelang es bei der Jahreshauptversammlung nicht, die Spitzenposition des von Amtsinhaber Udo Ewald zwölf Jahre erfolgreich gelenkten Hauptvereins zu besetzen.

Am Freitag, 20. April, (Beginn 19.30 Uhr, Familienraum in Vollmarshausen) findet eine weitere Mitgliederversammlung statt. Auf der Tagesordnung: die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Scheitert die Besetzung dann erneut, müssten sich die einzelnen Abteilungen allein auf den Weg in die Zukunft machen. Udo Ewald wies darauf hin, dass die Satzung für diesen Fall die Auflösung des Hauptvereins vorsehe.

„Das stimmt mich traurig, unser Verein würde vor dem Nichts stehen“, sagte das langjährige Vereinsmitglied Heinz Walter, der an eine ähnliche Situation in den 1970er-Jahren erinnerte. Damals habe man schließlich doch einen Vorsitzenden gefunden.

Udo Ewald zog eine positive Bilanz über seine lange Amtszeit. Die Möglichkeiten, sich in der FSK und in Lohfelden sportlich zu betätigen, seien „sehr gut“. Den schlechten Zustand der Schulsporthalle habe die Gemeinde nicht zu verantworten, sagte der in Kürze ausscheidende Vorsitzende. Gerhard Kehl, der seit acht Jahren als stellvertretender Vorsitzender fungiert, steht für die Position als erster Vorsitzender nicht zur Verfügung. Ewald berichtete, dass die FSK die Federführung für das Dorffest vom 29. Juni bis 1. Juli übernommen habe. Ein Höhepunkt sei der Festzug durch Vollmarshausen. Ein Sonderlob zollte Udo Ewald den Turnern für ihre „begeisternde Hallenschau“. Michael Kemler legte den Kassenbericht vor mit einem Geldbestand von 22 000 Euro.

Rudi Kausch und Robert Gerlach wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Beide Mitglieder haben sich in der Fußballjugendabteilung besondere Verdienste erworben. Karl-Heinz Günther (Abteilung Fußball) und die neuen Ehrenmitglieder waren zuvor für ihre 50-jährige Vereinstreue geehrt worden.

Die Turnabteilung ist das Paradepferd der FSK, sie ist auf 16 Gruppen angewachsen. Sportlich erfolgreich und gesellig zugleich seien die Tischtennisspieler, berichtete Stefan Althans. Am 15. Juni finde in der Sporthalle Vollmarshausen ein Tischtennis-Turnier für Jedermann statt.

Einen Boom erlebt auch die Handballspielgemeinschaft. „Allein bei den Minis trainieren 60 Kinder“, sagte Axel Stackebrandt. Und weiter: Im Bereich der Fußballjugendmannschaften kann jetzt vollständig auf Spielgemeinschaften mit anderen Clubs verzichtet werden.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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