Stefanie Flohr reiste für einige Tage ins Nachbarland

VW-Praktikantin erlebt sauberes Südkorea

Am Vulkan: Steffi Flohr auf Jeju Island in Südkorea, wo auch viele Einheimische unterwegs waren. Zusammen mit anderen Praktikanten war die Kirchbaunaerin für eine Woche von China ins Nachbarland gereist. Foto: Flohr

Peking. Toiletten – ich hätte nie gedacht, dass ich mich darüber mal so freuen könnte. In der Golden Week, einer Feiertagswoche anlässlich des Nationalfeiertags in China, bin ich zusammen mit anderen Praktikanten nach Südkorea gereist.

Und was mir dort zu allererst auffiel: eine saubere, richtige Toilette. Und keine Löcher, zu denen man sein eigenes Toilettenpapier mitbringen muss. Egal ob in der Metrostation, einem Restaurant oder im Hostel – die Toiletten in Korea waren okay. Und nicht nur die Toiletten. Generell ist Südkorea sehr sauber, ordentlich und gesittet. Vor allem, wenn man es mit China vergleicht. In der Metro gibt es kein Gedränge, der Müll wird in den Papierkorb geworfen, es wird nicht gespuckt oder gekeift. Von der sauberen Luft ganz zu schweigen. Sogar beim zehn Kilometer langen Aufstieg auf einen Vulkan auf der Jeju-Insel, wo weit und breit keine Mülleimer in Sicht waren, haben die Koreaner brav ihren Müll gesammelt und wieder mit runter getragen. Das wäre in China unvorstellbar.

Bei unserem Urlaub im eigentlich nicht so weit von China entfernten Südkorea haben wir gemerkt, was wir in China vermissen, und die Unterschiede wurden wieder einmal deutlich. Wir haben mit der Rundreise in Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, begonnen, sind dann auf die Jeju-Insel geflogen und haben zum Abschluss Busan besucht.

Aber nicht nur die Sauberkeit in Korea springt ins Auge – auch die sich so ähnelnden Gesichter der Frauen und sogar der Männer. Leicht lässt sich das Spiel spielen, wer in der Metro die gleiche Nase oder ähnliche Wagen per Operation erhalten hat. Denn in Korea hat sich scheinbar jeder eine plastischen Gesichtsoperation unterzogen. Das Streben nach idealer Schönheit ist dort allgegenwärtig, überall gibt es Kosmetikläden.

Beeindruckt hat uns auch die Freundlichkeit. Schon bei unserer Ankunft bot uns ein Koreaner am Flughafen seine Hilfe an. Denn er wollte, dass Gäste von Korea nur den besten Eindruck bekommen. Egal wann und wo wir eine Auskunft benötigten, die Koreaner waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen. Nur auf das chinesische Essen freuten wir uns bei der Rückkehr nach Peking. Denn die gesellige Art, viele kleine Gerichte zu bestellen, wobei jeder von jedem Teller etwas nimmt, hat uns gefehlt. Ähnlich wie in Spanien zelebrieren die Chinesen das Essen. Es wird geteilt und viel gegessen. Auch wenn Reis und Nudeln, die es zu jeder Mahlzeit gibt, eintönig klingen – hier gibt es sie in allen möglichen Variationen, so dass ich des Essens nach fünf Monaten in China immer noch nicht überdrüssig bin.

Es ist auch gar nicht mit den Speisen des Chinesen um die Ecke in Deutschland zu vergleichen. Viele Gewürze und Gemüsearten kennen wir in Deutschland gar nicht, und auch die Schärfe lässt zu wünschen übrig. Das wird mir richtig fehlen, wenn ich bald nach Hause komme!

Von Stefanie Flohr

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