Bürgermeisterin Werderich gab bei Jahresempfang optimistischen Ausblick

Süßes Gold aus Fuldatal

Euros sind Gold wert: Anne Werderich (links) und Stefanie Roß-Stabernack (rechts) begrüßten Kammerpräsident Heinrich Gringel (von links), Kassels Stadtrat Heinz Gunter Drubel und Landtagsvizepräsident Heinrich Heidel. Fotos: Dilling

Fuldatal. Wer ständig einen Schuldenberg im Nacken hat, mit jedem Euro rechnen und teure Wünsche abwehren muss, möchte wohl wenigstens einmal im Jahr die Spendierhosen anziehen.

Diesen Genuss gönnten sich Fuldatals Bürgermeisterin Anne Werderich und die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Stefanie Roß-Stabernack, bei der traditionellen Neujahrbegrüßung der Gemeinde: Im neuen Bürgersaal des „Fulda Taler Forum“ überreichten sie ihren rund 200 Gästen aus Politik, Vereinen, Wirtschaft und Kultur Zwei-Euro-Stücke aus süßem Gold, Schokoladentaler.

Im Ausblick der Bürgermeisterin auf das neue Jahr waren die Schulden dann doch schnell wieder ein Thema. Bereits eine Million Euro habe man für die Sanierung der schadstoffbelasteten Kindergärten ausgeben müssen, sagte Werderich. Dieses Jahr brauche man dafür noch mehr Kapital. Und die Reparatur des Kanal- und Wasserleitungsnetzes verschlinge jedes Jahr sechsstellige Summen. Dennoch zeigte sich die Verwaltungschefin insgesamt optimistisch. Die Konjunktur ziehe an, das merke man an den Nachfragen nach freien Grundstücken in den Gewerbegebieten. Auch bei der Vermarktung des Baugebiets „Hasenstock“ laufe es jetzt besser. Die Vereine der Ortsteile rückten zusammen und arbeiteten Hand in Hand, lobte Werderich. Die Gemeinde werde ihre Kraft vor allem darauf konzentrieren, Fuldatal für die Jugend und ältere Menschen lebenswerter zu machen.

Landrat Uwe Schmidt schloss sich dem Optimismus Werderichs an. Die Region sei in fast allen Belangen gut aufgestellt. „Wir sind in einer Premium-Situation“, meinte Schmidt. Von den Schulden dürfe man sich in seinem Handeln nicht fesseln lassen.

Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, setzt auch nach dem Auslaufen der Konjunkturprogramme weiter auf Investitionen und Aufträge der Gemeinden. Nicht nur seine Branche werde davon profitieren, sondern auch die Region selbst. Denn das Geld fließe schließlich als Wertschöpfung an die Gemeinden zurück. (pdi)

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