In zentraler Lage in Vollmarshausen entsteht ein Zentrum für Betreutes Wohnen

Supermarkt gleich nebenan

Stellten die Pläne vor: Architekt Klaus Brocke (von links) und Bauunternehmer Volker Emmeluth. Foto:  Wohlgehagen

Lohfelden. Wenn in Vollmarshausen im Herbst die ersten Kunden in den Netto-Discountmarkt strömen, werden auf dem Nachbargrundstück erneut die Bagger und Bauarbeiter anrücken: Auf dem Gelände des früheren Asylbewerberheims in der Straße Am Wiesengrund entsteht ein Zentrum für Betreutes Wohnen mit 22 behindertengerechten Ein- bis Dreizimmerwohnungen. Bauherrin für das im Sozialen Wohnungsbau des Landes Hessen geförderte Großprojekt ist die Kasseler Unternehmerin Ilka Emmeluth.

„Lohfelden ist eine Wachstumsgemeinde“, sagte Volker Emmeluth während der Vorstellung der Baupläne für seine zurzeit abwesende Tochter. Auch der neue Lebensmittelmarkt und die KVG-Bushaltestelle in der Kasseler Straße hätten bei der Standortauswahl eine große Rolle gespielt, sagte der Bauunternehmer.

Architekt Klaus Brocke aus Kassel erläuterte die Planung für das neue Zentrum: Das baulich marode Asylbewerberheim muss abgerissen werden. Der dreigeschossige neue Wohnkomplex ist in mehrere Bereiche aufgegliedert: Ins Auge fällt der verglaste, zentrale Bauteil. Dort sind die Betreuungseinrichtungen, Aufzüge und Treppenhäuser untergebracht. Zwei seitlich angegliederte Wohngebäudeteile wirken dem Eindruck baulicher Massierung entgegen. Im Außenbereich werden die Parkanlagen und Pkw-Stellplätze für die Bewohner und Mieter entstehen und außerdem Naturausgleichsflächen angelegt.

Mit dem Emmeluth-Projekt entsteht in Lohfelden - nach der Rosenanger-Anlage am Hammelsberg - ein zweites, großes Zentrum für Betreutes Wohnen. Geplant sind in Vollmarshausen 14 Zweizimmer-Singlewohnungen ab 52 Quadratmeter und acht Zwei- oder Dreizimmerwohnungen bis 72 Quadratmeter für zwei Personen. Alle Wohnungen erhalten einen Balkon. Die Service- und Betreuungsleistungen sollen unmittelbar oder in Kooperation mit ambulanten Dienstleistungsunternehmen erbracht werden.

Den Grund und Boden für das neue Wohnprojekt erwirbt die Investorin nach dem Abriss des ehemaligen Heims von der Gemeinde Lohfelden. Die Kommune fördert das Zentrum finanziell mit einem zinsgünstigen Darlehen von 10 000 Euro je Wohnung. Das hat die Gemeindevertretung mit überwältigender Mehrheit beschlossen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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